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Replikationsstudien Error und die Detektive

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Wie viele Fehler finden sich in empirischen Studien? Quelle: Illustration: Daniel Stolle

Durch Big Data wächst in der VWL die Bedeutung empirischer Studien – und zugleich die Gefahr von Statistikfehlern und frisierten Daten. Arbeiten, die Ergebnisse anderer prüfen, könnten helfen. Autoren von Replikationsstudien aber sind in der Zunft unbeliebt.

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Die Aufgabe sah wie eine Routinearbeit aus: Thomas Herndon, Student an der University of Massachusetts Amherst, sollte im Fach „Angewandte Öko­nometrie“ für seine Semesterarbeit eine bekannte Studie wissenschaftlich nachvollziehen. Der junge Volkswirt wählte den Aufsatz „Growth in a Time of Debt“ (Wachstum in Zeiten der Verschuldung) der Harvard-Ökonomen Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff. Diese hatten bei der Analyse historischer Zeitreihen herausgefunden, dass Länder langsamer wachsen, wenn ihre Schuldenquote über 90 Prozent steigt. Herndon ließ sich von Reinhart die verwendeten Exceldateien schicken, rechnete nach – und fand auf Anhieb mehrere Fehler. Unter anderem hatten die Starökonomen bei Durchschnittsberechnungen fünf Industriestaaten vergessen. Dadurch wurde die Aussagekraft der Studie geschmälert – und Herndon nach Ansicht seines Professors Robert Pollin „zum wohl berühmtesten Wirtschaftsstudenten aller Zeiten“.

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