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Gesundheitskosten Das kranke System

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23 Prozent mehr Knie-POs als 2013 gab es 2016. Wohl des Geldes wegen: Medizinisch sei der Anstieg unerklärlich, so die Bertelsmann Stiftung Quelle: Getty Images, BSIP, Amelie Benoist

Weil Kassen, Ärzte und Pflegedienste tricksen, müssen Versicherte mehr zahlen. Sieben Punkte, die sich dringend ändern müssen.

Ist eine Hundepfote zehnmal so wertvoll wie eine Menschenhand? Auf einem Plakat im Wartezimmer von Unfallchirurg Manfred Weisweiler in Geilenkirchen wird vorgerechnet: Für die Versorgung eines gebrochenen Handgelenks kann ein Arzt ein Zehntel von dem abrechnen, was ein Tierarzt bei einem vergleichbaren Fall im Quartal kassiert. „Die fachärztliche Grundversorgung für Kassenpatienten ist unterfinanziert“, sagt Weisweiler.

Kassenpatienten sind für Ärzte meist unattraktiv. Es sei denn, es wird getrickst. Bis zu 14 Milliarden Euro pro Jahr sollen dem System durch Betrug verloren gehen. Ohne Manipulationen könnten die Beiträge für 73 Millionen Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) niedriger sein.

Derzeit verhandelt die große Koalition, wie Gelder aus dem Gesundheitsfonds für die Krankenkassen neu verteilt werden. Gestritten wird um den Risikostrukturausgleich. Der Mechanismus soll Risiken kompensieren, die die Krankenkassen nicht beeinflussen können. Wer einen hohen Anteil von Versicherten mit teuren Krankheiten hat, bekommt dafür Geld aus dem Topf.

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