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Nach dem Brexit Gabriel wünscht Briten keine Abwanderung der Finanzindustrie

Die Finanzmetropole Frankfurt könnte zum Krisengewinner des britischen Austritts aus der EU werden. Bundeswirtschaftsminister Gabriel fühlt sich damit unwohl. Für Deutschland erwartet er keine negativen Folgen.

Für Deutschland erwartet der Wirtschaftsminister und Vizekanzler keinerlei negative wirtschaftliche Folgen des britischen Votums. Quelle: AP

BerlinBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) fühlt sich bei dem Gedanken unwohl, dass Deutschland womöglich vom EU-Austritt Großbritanniens wirtschaftlich profitieren könnte. „Es kann sein, dass einige Unternehmen ihren Sitz nach Europa verlegen, über Frankfurt wurde ja bereits diskutiert“, sagte Gabriel im Handelsblatt-Interview (Montagsausgabe). „Aber das wünsche ich den Briten gar nicht“, sagte er.

Den Ausgang des Referendums nannte er tragisch: „Es ist auch eine Rechnung zulasten Dritter – zulasten der jungen Generation, der Arbeitnehmer in Großbritannien“, sagte er. Er hätte sich einen anderen Ausgang der Abstimmung gewünscht.

Für Deutschland erwartet der Wirtschaftsminister und Vizekanzler keinerlei negative wirtschaftliche Folgen des britischen Votums. „In Deutschland ist die wirtschaftliche Lage stabil, da habe ich keine Sorgen“, sagte er.

Das einzig Gute an „der sehr bedauerlichen Entscheidung der Briten“ sei, „dass von den Unter-25-Jährigen drei Viertel der Wähler für die EU gestimmt haben“, sagte er. „Das zeigt doch, dass die Jungen sehr viel klüger sind als die heutige Politikergeneration in Großbritannien, die nur an den kurzfristigen Machterhalt gedacht hat.“

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