Nach der Wahlniederlage SPD-Wirtschaftsforum fordert Neuanfang für SPD

Auch Martin Schulz konnte den Abwärtstrend nicht stoppen – wohl nur 20 Prozent für die SPD. Der Mitbegründer des SPD-Wirtschaftsforums, Harald Christ, fordert einen radikalen Schnitt. Und damit keine erneute Groko.

Die SDP sollte seiner Meinung nach in die Opposition gehen. Quelle: Amin Akhtar/laif

BerlinHarald Christ, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des SPD-Wirtschaftsforums, hat die SPD zu einem Neuanfang aufgerufen. „Der Wähler hat gesprochen und die SPD mit ihrem linken Gerechtigkeitswahlkampf hart abgestraft.“, sagte Christ dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Es gelte, Verantwortung zu übernehmen und aus den Fehlern zu lernen. „Es ist nun dringend notwendig, den Kurs zur modernen Fortschrittspartei zu gestalten. Eine linke Volkspartei braucht auch ein Angebot an die Mitte“, sagte Christ. „Dafür braucht es überzeugende Köpfe. Es ist Zeit: Für Neues!“, sagte der Vorstand in einem großen Versicherungskonzern, in Anlehnung an den Wahlkampfslogan von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz „Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit.“ 

Christ, einst Wirtschaftsminister im Schattenkabinett von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeiner, forderte die SPD zum Gang in die Opposition auf: „Die SPD sollte Verantwortung in der Opposition übernehmen. Es wäre eine Katastrophe, wenn die AfD als stärkste Oppositionspartei diese anführt und sich weiterhin gegen eine Große Koalition profilieren könnte.“ Verlieren würde am langen Ende die Demokratie.

Die SPD hat ersten Prognosen zufolge lediglich 20 Prozent der Stimmen geholt – und damit noch schlechter abgeschnitten als 2013. Neben Martin Schulz dürften damit auch Außenminister Sigmar Gabriel und Fraktionsführer Thomas Oppermann zukünftig in der SPD keine wichtige Rolle mehr spielen.

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