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Nach Kengeter-Rücktritt Deutsche Börse dürfte Jahresziele verfehlen

Ein schwarzer Tag für die Deutsche Börse: Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Carsten Kengeter muss sich das Unternehmen wohl auch von seinen Jahreszielen verabschieden. Die frischen Quartalszahlen sehen aber gut aus.

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Die Jahresziele für 2017 werden wohl verfehlt. Quelle: obs

Frankfurt Schwarzer Donnerstag für die Deutsche Börse: Nach dem Rücktritt von Vorstandschef Carsten Kengeter wegen der seit Monaten gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Insiderverdachts, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit, dass die Jahresziele wegen des mauen Handels an den Finanzmärkten „sehr wahrscheinlich nicht ganz“ erreichbar seien. Kengeter und sein Finanzchef Pottmeyer, in dem manche eine Option für einen Neuanfang oder aber als Interimslösung an der Spitze der Börse sehen, hatte bis dato einen Anstieg des bereinigten Gewinns um zehn bis 15 Prozent in Aussicht gestellt.

Pottmeyer hatte allerdings bereits Ende Juli bei der Vorlage der Zwischenbilanz für das zweite Quartal gewarnt, dass es knapp werden könnte. In den kommenden beiden Jahren sollen die Geschäfte aber wieder besser laufen, erklärte der Finanzchef nun. Das Unternehmen sei dafür gut aufgestellt. „Daher bestätigen wir unsere Prognose für jährliches Gewinnwachstum von 10 bis 15 Prozent in den Jahren 2018 und 2019.“

Im Sommerquartal erzielte die Börse einen bereinigten Vorsteuergewinn von 333 Millionen Euro und einen bereinigten Überschuss in Höhe von 198 Millionen Euro und lag damit leicht über den Vorjahreswerten. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Gewinn vor Steuern von 272 Millionen Euro und unter dem Strich mit einem Gewinn von 191 Millionen Euro gerechnet.

Die Nettoerlöse im Quartal bezifferte die Börse auf 576 Millionen Euro – ein Plus von drei Prozent. Verantwortlich für das Plus waren hauptsächlich die Abwicklungstochter Clearstream und das Indexgeschäft. Diese Bereiche konnten die durch niedrige Schwankungen an Aktienmarkt verursachte Schwäche im Indexderivategeschäft zwischen Juli und September mehr als ausgleichen.

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