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Nachhaltigkeit Frankfurt will globale Standards für nachhaltige Finanzen setzen

Ein Gremium für Klima- und Umweltschutz im Finanzsektor könnte zukünftig in Frankfurt sitzen. Auch die Bundesregierung ist dafür.

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Neben Deutschland haben sich unter anderem auch Kanada, Japan und die Schweiz angeboten. Quelle: dpa

Frankfurt will Hauptsitz des geplanten internationalen Gremiums zur Setzung von weltweiten Standards für klimabezogene Finanzberichterstattung (ISSB) werden. Die offizielle Bewerbung sei am Dienstag fristgerecht an die IFRS-Stiftung in London übermittelt worden, teilte die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance am Donnerstag mit. Die Bundesregierung unterstütze die Bewerbung „auf allerhöchster Ebene“, betonte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies in einer Videoschalte.

Das International Sustainability Standard Board (ISSB) soll unter dem Dach der International Financial Reporting Standards Foundation (IFRS Stiftung) internationale Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen erarbeiten. Die IFRS Stiftung ist eine gemeinnützige private Organisation, die mit dem Ziel gegründet wurde, verständliche und weltweit anerkannte Rechnungslegungsstandards zu entwickeln.

Themen wie Klima- und Umweltschutz gewinnen auch im Finanzsektor an Bedeutung. Was genau „nachhaltig“ ist, ist aber nicht einheitlich definiert. An weltweit gültigen Kriterien zum Beispiel für sogenannte grüne Geldanlagen mangelt es.

Kanada und Japan haben ebenfalls angeboten, dass ISSB zu beherbergen, die Schweiz hat die Stadt Genf ins Rennen um den ISSB-Hauptsitz geschickt. Auch Paris soll interessiert sein. Die neue Organisation könnte den Planungen zufolge etwa 80 Beschäftigte haben, die möglicherweise aber auf mehrere Standorte verteilt werden.

Die Entscheidung über den Hauptsitz des neuen Gremiums wird den Angaben zufolge voraussichtlich im Oktober fallen. Die Bekanntgabe, wer den Zuschlag bekommt, wird bei der nächsten internationalen Klimakonferenz in Glasgow Ende Oktober/Anfang November („COP26“) erwartet.

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