WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Neue Video-Funktion Instagram bringt Tiktok-Konkurrenz Reels heraus

Facebook veröffentlicht seinen zweiten Versuch, den Rivalen TikTok zu kopieren – und hofft auf die Popularität von Instagram.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
In den USA sowie in mehr als 50 anderen Ländern wird das Instagram-Angebot um einen neuen Kurzvideo-Dienst namens Reels ergänzt, gab Facebook bekannt. Quelle: AP

Instagram hat seine Antwort auf Tiktok offiziell eingeführt: Mit der neuen Funktion Reels können Nutzer 15-sekündige Videos bearbeiten, mit einer Audiospur unterlegen und visuelle Effekte hinzufügen. Diese können sie dann mit ihren Followern oder in dem neuen Bereich Reels in Explore oder der Story teilen, wo Beiträge nach 24 Stunden verschwinden.

Instagram hatte die Funktion in Brasilien seit November und in Deutschland, Frankreich und Indien seit dem Beginn des Sommers getestet und gibt Nutzern ähnlich wie Tiktok die Möglichkeit, handyfreundliche Videos aufzunehmen und diese mit Sondereffekten und Musik zu posten. Tiktok-Chef Kevin Mayer bezeichnete Reels deswegen bereits als Klon.

Facebook, zu dem Instagram gehört, hat eine lange Tradition, konkurrierende Dienste zu kopieren. Die Story-Funktion von Instagram, bei der Nutzer Bilder und Videos mit ihren Followern für 24 Stunden teilen können, ähnelt der Grundidee von Snapchat.

2018 hatte Facebook die App Lasso als Antwort auf Tiktok veröffentlicht, diese aber im Juli wieder vom Markt genommen. Das Netzwerk versuchte es auch mit Diensten wie Slingshot und Poke, die Snapchat ähnelten, bevor die Stories bei Instagram Anklang fanden.

Damit Reels erfolgreich wird, muss Facebook es schaffen, dass die Leute auf Instagram ihre Videos produzieren. Ein Vorteil ist, dass viele bereits auf Instagram sind. Auf Berichte, nach denen Instagram Tiktok-Influencer dafür bezahlt, Reels zu nutzen, teilte Instagram mit, die Firma habe „eine lange Geschichte der Kontaktaufnahme mit aufstrebenden Schöpfern und der Arbeit an neuen Stars auf Instagram“. „Wie bei bisherigen Produkten bleiben wir unserer Verpflichtung treu, in unsere Urheber und deren Erfahrung zu investieren, und in einigen Fällen können wir bei den Produktionskosten für ihre kreativen Ideen helfen“, teilte die Firma mit.

US-Politiker sehen in der besonders bei amerikanischen Jugendlichen populären App Tiktok eine Gefahr für die nationale Sicherheit und vermuten in ihr ein chinesisches Spionageinstrument. Präsident Donald Trump will sie verbieten. Derzeit läuft eine Frist bis zum 15. September, um die US-Aktivitäten von Tiktok an den Software-Riesen Microsoft zu verkaufen. Gelingt der Verkauf nicht, droht das Verbot.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%