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Niedrige Inflation Italienischer Notenbankchef – Geldpolitik muss expansiv bleiben

Der beschlossene Neustart von Wertpapierkäufen durch die EZB wird viel kritisiert. Doch der italienische Notenbankchef spricht sich dafür aus.

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Der italienische Notenbankchef sagt: „Die Inflation in der Euro-Zone verharrt auf einem zu niedrigen Niveau“. Quelle: Reuters

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss aus Sicht des italienischen Notenbankchefs Ignazio Visco wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten ihre Geldschleusen weit offen halten. Die Währungshüter müssten entschieden gegen die niedrige Inflation und die wirtschaftliche Abschwächung vorgehen, sagte das EZB-Ratsmitglied am Donnerstag in Rom.

Es gelte ein weiteres Absinken der Inflationserwartungen und die Gefahr einer Deflation – einer gefährlichen Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Investitionen und Löhnen – entschieden zu bekämpfen. Untersuchungen legten nahe, dass in diesem Umfeld Anleihenkäufe wahrscheinlich das wirksamste Instrument seien.

„Die Inflation in der Euro-Zone verharrt auf einem zu niedrigen Niveau“, sagte Visco. Es entstehe ein Risiko, dass die Inflationserwartungen an den Börsen aus dem Ruder liefen. Die Teuerung in der Euro-Zone entfernte sich zuletzt immer mehr von der Zielmarkte der Währungshüter, die knapp zwei Prozent als Idealwert anstreben.

Im Oktober legten die Verbraucherpreise nur noch um 0,7 Prozent zu, im September waren es 0,8 Prozent. Um gegenzusteuern hatte die EZB ein umfassendes Stützungspaket für die Wirtschaft beschlossen. Es umfasst eine Wiederaufnahme der Staatsanleihenkäufe, eine erneute Zinssenkung und Erleichterungen für Banken. Vor allem der Neustart der Wertpapierkäufe war unter den Euro-Wächtern aber umstritten.

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