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Niedrigzinspolitik Fed-Mitglied denkt über künftigen Strategiewechsel nach

Der Chicago-Fed-Chef denkt über eine neue Geldpolitik für künftige Nullzinsphasen nach. Innerhalb der US-Notenbank mehren sich die Stimmen, die einen Strategiewechsel fordern. „Price-level targeting“ heißt der Ansatz.

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Ein alternatives System würde der Notenbank einen größeren Spielraum bei der Erreichung ihrer Inflationsziele einräumen. Quelle: Reuters

Frankfurt In der Führungsriege der US-Notenbank Fed mehren sich die Stimmen, die für die Zukunft einen Strategiewechsel in der Zinspolitik anregen. Es müsse einen neuen geldpolitischen Ansatz für künftige Phasen mit Nullzinsen geben, forderte der Chef des Fed-Ablegers Chicago, Charles Evans, am Dienstag auf einer von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgerichteten Konferenz in Frankfurt.

Wie bereits sein Fed-Kollege John Williams aus San Francisco brachte er dabei ein Modell ins Gespräch, das der Fed mehr Spielraum beim Ansteuern ihres Inflationsziels bieten würde. Demnach könnte die Fed die Inflationsrate für einen längeren Zeitraum über dem angepeilten Idealwert halten, wenn diese zuvor geraume Zeit darunter geblieben ist.

Dieser im Fachjargon als „Price-level targeting“ bekannte Ansatz sei durchaus eine Option und ein guter „gangbarer Weg“, betonte Evans. Doch es bedürfe noch eingehender Studien. Daher sei es nicht sein Ziel, sich nun bereits für diesen Ansatz stark zu machen. „Mir geht es darum, dass wir für unausweichliche künftige Situationen planen sollten.“

Der Erfolg künftiger Strategien sei auf jeden Fall daran geknüpft, dass die Fed ihr derzeit gültiges Inflationsziel von zwei Prozent erreiche, sagte Evans. Falls dies nicht gelinge, werde das Vertrauen in die Fähigkeiten der Notenbank leiden. In den USA herrscht praktisch Vollbeschäftigung, doch die Fed verfehlt ihr Inflationsziel bereits seit längerem. Mit „price-level targeting“ sollen die Preise stabil und zugleich die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden.

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