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Normalisierung nicht vor Ende 2019 Italien-Krise bremst Spekulationen auf EZB-Zinsschritte

Die Spekulation, dass die EZB schon bald die Zinsen anheben könnte, hat einen Dämpfer bekommen. Mit Zinsschritten wird kurzfristig nicht mehr gerechnet.

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Die Krise in Italien und schwächere Wachstumsaussichten machen kurzfristige Zinsschritte im Euro-Raum unwahrscheinlicher. Quelle: dpa

London Die Krise in Italien und schwächere Wachstumsaussichten für die Euro-Zone haben die Spekulationen am Geldmarkt auf mehrere Zinsschritte der EZB im kommenden Jahr gebremst. Inzwischen wird dort nur noch damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) gegen Ende 2019 ihre Strafzinsen für Geldhäuser einmal leicht abmildert.

Anfang des Monats war aus den Terminkontrakten noch hervorgegangen, dass annähernd drei Schritte im Umfang von jeweils zehn Basispunkten erwartet werden. Banken im Euro-Raum müssen aktuell Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht überschüssige Liquidität parken. Dieser Einlagensatz liegt seit März 2016 bei minus 0,4 Prozent.

Die EZB hatte zuletzt 2011 Schlüsselzinsen angehoben. Eine Koalitionsregierung in Italien von Lega und 5 Sterne war am Veto des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella gescheitert. Nun steuert die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone auf Neuwahlen zu.

Beobachter gehen davon aus, dass die Euro-kritischen Parteien ihre Positionen dann noch zuspitzen könnten. Zudem hatte sich wegen des kalten Wetters, vielen Streiks und der Grippewelle das Wirtschaftswachstum im Währungsraum zu Jahresbeginn fast halbiert.

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