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Notenstein La Roche Schweizer Raiffeisen verkauft Privatbank an Vontobel

Die Schweizer Raiffeisengruppe verkauft ihre Privatbank Notenstein La Roche. Der Vermögensverwalter Vontobel will rund 700 Millionen Franken zahlen.

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Notenstein La Roche: Schweizer Raiffeisen verkauft Privatbank an Vontobel Quelle: Reuters

Zürich In der Schweiz gibt es erneut eine große Privatbanken-Übernahme: Die Raiffeisengruppe verkauft ihre Tochter Notenstein La Roche für rund 700 Millionen Franken an den Vermögensverwalter Vontobel, wie beide Institute am Donnerstag mitteilten.

Damit wechseln Kundenvermögen von 16,5 Milliarden Franken den Besitzer. Raiffeisen, die derzeit von einem Skandal um die Geschäfte des früheren Bankchefs Pierin Vincenz erschüttert wird , will sich künftig auf Privatkunden mit kleineren und mittelgroßen Vermögen konzentrieren.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Die Vontobel-Aktie legte vorbörslich um 1,6 Prozent zu.

Über einen möglichen Verkauf der Privatbank war bereits spekuliert worden. Es sei in den vergangenen Jahren klar geworden, dass sich Notenstein La Roche in einem klassischen Privatbankumfeld besser entwickeln könne, erklärte Raiffeisen. Zudem setze der Verkauf Kapital frei, mit dem die Bankengruppe ihr Kerngeschäft weiter ausbauen könne.

Raiffeisen hatte Teile des Instituts 2012 übernommen. Dabei handelte es sich um das Nicht-US-Geschäft der früheren Bank Wegelin, die durch Untersuchungen der US-Justiz in Bedrängnis geraten war. Später hatte die dann unter dem Namen Notenstein firmierende Privatbank die Basler Konkurrentin La Roche übernommen. Im vergangenen Jahr hatte das Institut einen Gewinn von 23,3 Millionen Franken geschrieben.

Vontobel baut mit der Übernahme seine Privatbank-Aktivitäten deutlich aus: Zuletzt verwaltete die Bank in dem Bereich ein Vermögen von 54 Milliarden Franken. „Notenstein La Roche ergänzt optimal unser über Jahre hinweg starkes organisches Wachstum im Wealth Management. Die vergrößerte Kundenbasis gibt uns die Möglichkeit, unsere Plattformen noch besser zu nutzen“, sagte Vontobel-Chef Zeno Staub.

Finanzieren will Vontobel die Übernahme mit eigenen Mitteln und einer Anleihe. Die Kapitalquote werde auch künftig bei mehr als 16 Prozent liegen. „Darüber hinaus wahrt Vontobel die Möglichkeit für weiteres künftiges Wachstum“, erklärte das Institut. Der Deal soll im dritten Quartal über die Bühne gehen.

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