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Notfall-Anleihekäufe Griechischer Notenbank-Chef warnt vor vorschneller Rücknahme der EZB-Hilfe

Yannis Stournaras ist deutlich skeptischer als einige seiner europäischen Zentralbankkollegen. Der Inflationsausblick sei immer noch sehr schwach im Vergleich zur EZB-Zielmarke.

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„Ich sehe keinen Grund, warum wir die geldpolitische Unterstützung, die wir bereitstellen, zurücknehmen sollten“, sagte er. Quelle: Bank of Greece

Griechenlands Notenbank-Chef Yannis Stournaras warnt vor einem vorschnellen Runterfahren der Notfall-Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) im dritten Quartal.

„Das ist zu früh,“ sagte das EZB-Ratsmitglied am Freitag dem Sender Bloomberg TV. „Wir haben keine Beweise dafür, dass sich die Dinge so günstig entwickeln werden im dritten Quartal.“

Stournaras äußerte sich damit deutlich skeptischer als sein Ratskollege Klaas Knot. Der niederländische Notenbankchef sieht die Euro-Zone auf Kurs für eine robuste Konjunkturerholung. Dies könne es der EZB erlauben, ab dem dritten Quartal langsam ihre Notfall-Käufe herunterzufahren und sie wie geplant im März 2022 zu beenden, sagte er am Mittwoch.

Das Krisen-Anleihenkaufprogramm PEPP ist insgesamt auf 1,85 Billionen Euro angelegt und derzeit die stärkste Waffe der Euro-Notenbank im Kampf gegen die wirtschaftlichen Pandemiefolgen.

Aus Sicht von Stournaras ist der Inflationsausblick immer noch sehr schwach im Vergleich zur Zielmarke der EZB.

EZB-Zielwert sind knapp unter zwei Prozent Inflation

„Daher sehe ich keinen Grund, warum wir die geldpolitische Unterstützung, die wir bereitstellen, zurücknehmen sollten“, sagte Stournaras. Die EZB strebt knapp unter zwei Prozent Inflation als Optimalwert für die Wirtschaft an, verfehlt diese Marke aber bereits seit Jahren.

Im März lag die Teuerungsrate im Euro-Raum bei 1,3 Prozent. 

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