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Ölkonzern Shell will aus Klimaschutzgründen Rohölverarbeitung in Wesseling beenden

Der Ölkonzern will ab 2025 die Rohölverarbeitung in Wesseling bei Köln beenden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen möglichst vermieden werden.

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Im Juli hat Shell in Wesseling bereits eine 10-Megawatt-Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen, eine weitere Elektrolyse-Anlage mit einer Leistung von 100 Megawatt ist geplant. Quelle: dpa

Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell will aus Klimaschutzgründen an seinem Raffinerie-Standort in Wesseling bei Köln ab 2025 die Rohölverarbeitung einstellen. „Mit neuen oder umgewidmeten Anlagen soll künftig der Rohstoff Erdöl ersetzt werden“, teilte die deutsche Tochter am Donnerstag mit.

Für mehr CO2-freie oder-arme Produkte kämen zunehmend etwa Wasserstoff oder Abfallstoffe zum Einsatz. Dafür sollen bestehende Anlagen abgebaut, neue geschaffen und vorhandene umgerüstet oder umgewidmet werden. Die Rohöldestillationen in Köln-Godorf blieben in Betrieb.

Die Planungen für die Einstellung der Rohölverarbeitung in Wesseling befänden sich noch am Anfang. Es gebe noch keine finale Investitions-Entscheidung. Die Mitarbeiter seien am Donnerstag über die Pläne informiert worden. An den Standorten Wesseling und Köln-Godorf arbeiten insgesamt rund 3000 Menschen. Die Hälfte davon sind nach Konzernangaben Mitarbeiter von Shell, die andere Hälfte Beschäftigte anderer Firmen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen möglichst vermieden werden und Betroffene auf andere Arbeitsplätze versetzt, um- und weitergeschult werden.

Der Plan ist ein weiterer Schritt für den Umbau der ehemaligen Shell Rheinland Raffinerie zu einem Energie- und Chemiepark. Im Juli hat Shell dort bereits eine 10-Megawatt-Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Betrieb genommen, eine weitere Elektrolyse-Anlage mit einer Leistung von 100 Megawatt ist geplant.

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    Shell will bis 2050 oder früher klimaneutral produzieren. Die Rohöldestillation in Wesseling hat eine Jahreskapazität von knapp acht Millionen Tonnen. Durch die Umbauten in Wesseling spart der Konzern nach eigenen Angaben jährlich eine Million Tonnen CO2-Emissionen ein.

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