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Online-Bank Bank Startup N26 will in zwei Jahren schwarze Zahlen schreiben

Die Online-Bank N26 hat große Pläne. Die Mitgliederzahlen verdreifachen, schwarze Zahlen schreiben – und dann an die Börse.

Der Gründer der N26 Bank blickt optimistisch in die Zukunft. Noch zwei Jahre, dann soll das Start-Up profitabel werden. Quelle: dpa

BerlinDie Berliner Internet-Bank N26 will mit ihrer millionenschweren Geldspritze die Gewinnzone erreichen. „Wir wollen in den nächsten zwei Jahren in die schwarzen Zahlen kommen“, kündigte Firmenchef Valentin Stalf im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters an.

Ein Großteil der jüngst bei Investoren eingesammelten 130 Millionen Euro fließe in das Wachstum der bestehenden Märkte und werde vor allem in den Aufbau der Belegschaft gesteckt. „Wir könnten mit unseren fast eine Million Kunden, die wir heute haben, schon profitabel sein“, sagte der 32-Jährige. Allerdings sei alles auf „extremes Wachstum“ ausgelegt, weswegen die Gewinnschwelle „erst mit zwei bis drei Millionen Kunden“ erzielt werde.

Ruhig will es der Manager mit einem Börsengang angehen lassen: „Mit dieser Finanzierungsrunde werden wir nachhaltig profitabel und in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem Pre-IPO-Unternehmen. Dann benötigen wir wahrscheinlich noch eine Finanzierungsrunde bis zum Börsengang.“ Aber der Mitfahrdienst Uber zeige auch, dass es Wege gibt, lange Zeit nicht an den Aktienmarkt zu gehen.

N26 setzt auf eine Klientel, die ihre Bankgeschäfte über das Smartphone abwickeln will. Das seit Anfang 2015 aktive Berliner Unternehmen bietet seine Dienste bisher in 17 europäischen Ländern an. Noch in diesem Jahr sollen Großbritannien und die USA dazu kommen. „Der Plan ist, dass wir Ende des Jahres ein eigenes Produkt in den USA auf den Markt bringen“, sagte Stalf. Dafür seien fünf bis zehn Millionen Euro veranschlagt worden. „Einen Fuß im US-Markt zu haben, ist aufgrund der Größe, aber eben auch wegen des Zugangs zu Wagniskapital, sinnvoll.“

In drei Finanzierungsrunden hat N26 bisher insgesamt rund 175 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem bei Europas größtem Versicherungskonzern Allianz und dem chinesischen Internet-Riesen Tencent, dem deutsch-amerikanischen Investor Peter Thiel und bei Mitgliedern des Zalando-Managements.

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