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Online-Broker EU-Kommissarin: Verbot von Broker-Bezahlpraxis PFOF noch nicht ausgemacht

Am Donnerstag hatte die EU-Kommission Vorschläge zur Stärkung der Kapitalmarktunion vorgestellt. Darin enthalten war unter anderem ein Verbot des „Payment for Order Flow“.

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Unreguliert könne man das Payment for Order Flow-Modell laut McGuinness nicht lassen, es sei nicht verbraucherfreundlich. Quelle: Reuters

Das Verbot einer umstrittenen Vergütungsmethode für Online-Broker in der EU ist offenbar noch keine ausgemachte Sache. „Bei diesem Thema ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagte EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness der „FAZ“ vom Freitag. Die EU-Kommission hatte am Donnerstag Vorschläge zur Stärkung der Kapitalmarktunion präsentiert. Sie enthalten auch ein Verbot des 'Payment for Order Flow' (PFOF), bei dem Neobroker Kundenaufträge an bestimmte Handelsplätze vermitteln und dafür eine Vergütung erhalten.

Sie glaube, dass dieses Modell nicht verbraucherfreundlich sei, sagte die Kommissarin. „Unreguliert können wir es nicht lassen, das ist ganz klar.“ Das PFOF berge eindeutig die Gefahr, dass Anbieter nicht die für die Kunden besten, sondern die für sie selbst lukrativsten Produkte vertreiben. Sie sei aber für alle Lösungen offen, das Problem auf andere Weise zu lösen.

Online-Broker, die das PFOF-Modell nutzen, sind oft solche, die Kunden mit Nulltarif-Angeboten locken.

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