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Ostseepipeline Nord Stream 2 bereits zur Hälfte verlegt – Energiekonzern OMV kontert US-Kritik

Nach Angaben von OMV macht Nord Stream 2 große Fortschritte. Von Kritik aus den USA will man sich beim Bau der Ostseepipeline nicht einschüchtern lassen.

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Dank gestiegenem Ölpreises und Sparmaßnahmen blickt OMV auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Quelle: dpa

Wien Rund die Hälfte der von der US-Regierung bekämpften Ostseepipeline Nord Stream 2 ist nach Angaben des Investors OMV bereits fertig. Etwa 600 von insgesamt 1200 Kilometern zwischen Russland und Deutschland seien verlegt, erklärte der Chef des österreichischen Energiekonzerns OMV, Rainer Seele, am Mittwoch in Wien. „Wir machen weiter wie bisher“, sagte er mit Blick auf den Druck aus Washington. Dort wird eine steigende Abhängigkeit Europas von russischem Gas befürchtet.

Die Investoren der Pipeline unterstellen der US-Seite vor allem Eigeninteresse zur Vermarktung von US-Flüssiggas in Europa. Ein Scheitern des Zehn-Milliarden-Projekts würde das Vertrauen von Investoren in den Standort beschädigen, meinte Seele. An dem Projekt sind acht Investoren beteiligt – darunter auch Shell und die deutsche Wintershall.

Für die OMV war 2018 laut Seele wegen des gestiegenen Ölpreises und Sparmaßnahmen sehr erfolgreich. Das Ergebnis vor Steuern stieg um etwa das Doppelte auf 3,5 Milliarden Euro. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 23 Milliarden Euro zu. Die Kosten für die Förderung eines Barrels Öl sanken deutlich. „Wir befinden uns in der Spitzenregion des Wettbewerbs“, sagte Seele zu den Produktionskosten. Für 2019 plane die OMV noch den Einstieg in ein russisches Öl- und Gasfeld.

Insgesamt wolle die OMV mehr Gas als Öl fördern. Schon jetzt habe Gas einen Anteil von 54 Prozent, sagte Seele. Er verwahrte sich dagegen, in der Klimadebatte alle fossilen Energieträger über einen Kamm zu scheren. Es sei unzulässig, Erdgas in einem Atemzug mit Kohle zu nennen. „Gas ist Teil der Lösung und nicht Teil des Problems“.

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