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Philip Lane Für EZB-Chefvolkswirt ist erhöhte Inflation kein Anzeichen für chronisches Problem

„Die derzeitige Inflationsphase ist sehr ungewöhnlich, vorübergehend und kein Anzeichen für eine chronische Situation.“ Quelle: Reuters

Die Inflation im Euro-Raum ist zuletzt so stark geklettert wie seit über 13 Jahren nicht mehr. Ein dauerhaftes Problem sieht Philip Lane nicht.

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Aus dem aktuellen Inflationsschub im Euro-Raum wird laut Chefvolkswirt Philip Lane kein dauerhaftes Problem. „Die derzeitige Inflationsphase ist sehr ungewöhnlich, vorübergehend und kein Anzeichen für eine chronische Situation“, sagte Lane der spanischen Zeitung „El Pais“ (Montagausgabe). Die Europäische Zentralbank (EZB) gehe davon aus, dass die jetzigen Materialengpässe nachlassen und die Energiepreise sinken oder sich stabilisieren dürften.

Die Inflation im Euro-Raum war im Oktober so stark geklettert wie seit über 13 Jahren nicht mehr. Angetrieben von einem kräftigen Kostenanstieg bei Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 4,1 Prozent.

Die EZB strebt mittelfristig zwei Prozent Inflation als Idealwert an. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hatte jüngst Erwartungen an ein deutliches Abebben des Inflationsschubs im nächsten Jahr etwas gedämpft. Zwar werde sich die Teuerung 2022 zweifellos verlangsamen. Doch die Intensität des Rückgangs sei vielleicht nicht so stark wie vor ein paar Monaten erwartet.



Im September hatten die Volkswirte der EZB in ihren Projektionen für 2022 eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent veranschlagt, die 2023 auf 1,5 Prozent absinken soll. Zur nächsten Zinssitzung Mitte Dezember legt die EZB aktualisierte Projektionen vor.

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