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Podcast – Chefgespräch Vaude-Chefin von Dewitz: „Das kleine gallische Dorf bleibt“

Chefredakteur Beat Balzli und Redakteurin Angela Hennersdorf sprechen mit Vaude-Chefin Antje von Dewitz darüber, wie das Familienunternehmen es ohne Staatshilfe schaffen will und Corona den Öko-Trend beschleunigt.

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Wochenlang geschlossene Geschäfte und Hotels, Fernreisen sind passé. Rucksäcke, Wanderschuhe und -Jacken braucht gerade kein Mensch. „Wir sind in einer kompletten Ausnahmesituation“, sagt Antje von Dewitz, Chefin des Outdoor-Ausrüsters Vaude, im Podcast mit der WirtschaftsWoche. Dass Adidas als eines der ersten Unternehmen Staatshilfe beantragte, hat die Unternehmerin schockiert. Und sie überdachte die eigene Überlebensstrategie. Das Ergebnis: Das Familienunternehmen habe in den vergangenen Jahren so nachhaltig gewirtschaftet, dass es die Krise aus eigener Kraft stemmen könne, sagt von Dewitz. Es sei eben doch ein Vorteil nicht wie etwa Adidas von kurzfristigen Renditezielen getrieben zu sein. „Definitiv hilft es, langfristig zu denken, und wir haben einen langen Atem.“

Knallhart wirtschaften müsse sie trotzdem, erzählt die Tochter des Firmengründers Albrecht von Dewitz. Coronabedingte Kurzarbeit gibt es auch bei Vaude. Vor elf Jahren hat sie die Führung des Unternehmens mit 500 Mitarbeitern von ihrem Vater übernommen und konsequent auf Nachhaltigkeit gesetzt. Auch in der Krise bleibt sie dabei. Konsumenten kauften gerade wegen der Coronakrise mehr umweltfreundliche Produkte. Und deshalb wachse ihre Kundschaft. Aber Nachhaltigkeit sei eben auch eine Aneinanderreihung von Zielkonflikten. Auch Vaude will mehr verkaufen und wachsen. „Wir tun alles, damit sich die Kunden gut überlegen, ob sie sich etwas Neues kaufen“, sagt von Dewitz. Mit dem Kleiderkreisel und der Reparaturwerkstatt mache Vaude schon sehr viel, um sich „selbst abzuschaffen.“

Soweit ist es aber noch nicht. Immerhin versucht Vaude seit Jahren, mehr in Europa zu produzieren und stößt dabei auf große Schwierigkeiten. Ohne Globalisierung, ohne Lieferanten aus Asien funktioniere das Geschäft nicht, so von Dewitz. Aber seitdem sie vor 20 Jahren zum ersten Mal in China gewesen sei, habe sich dort sehr viel verändert.

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„Chefgespräch“: Der Podcast der WirtschaftsWoche – mit und für Weltmarktführer und alle, die es werden wollen. Chefredakteur Beat Balzli diskutiert mit den spannendsten Unternehmern, Top-Managerinnen, Ökonomen und Wirtschaftspolitikerinnen Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden.

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