Podcast – High Voltage Warum die EU jetzt Strafzölle auf russisches Gas verhängen sollte

Weil es immer mehr Alternativen zu Russlands Gas gibt, ist die Zeit für Strafzölle gekommen: Sie würden russisches Gas benachteiligen und andere Förderländer somit unterstützen. Warum das eine gute Idee ist, sagt der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Holger Görg, im Energie-Podcast High Voltage. 

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Es spricht viel für ein komplettes Energie-Embargo gegen Russland. Der Krieg gegen die Ukraine könnte damit wohl verkürzt und viele Menschenleben gerettet werden. Richtig ist aber auch: Die Folgen eines schnellen Embargos, vor allem eines Gasembargos, wären für unsere Wirtschaft und die Verbraucher enorm, könnten Deutschland und Europa politisch destabilisieren. Steht die EU also vor der Wahl, Russland jede Stunde über 30 Millionen Euro zu überweisen – oder nichts mehr zu überweisen und die eigene Wirtschaft in die Rezession zu schicken?
Es gibt noch einen dritten Weg: Zölle der EU auf russische Gasexporte. Über die Idee spricht der Außenwirtschafts-Professor Holger Görg von der Christian-Albrecht-Universität in Kiel in dieser Folge von High Voltage. Görg ist Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und war Berater der Weltbank, der Europäischen Kommission, der Vereinten Nationen und verschiedener Ministerien. Zölle auf russisches Gas seien „eine gute Möglichkeit“ Russland wirtschaftlich zu treffen, ohne die eigene Wirtschaft zu ruinieren, sagt Görg. Allerdings würde Gas noch teurer, weshalb die Regierung mit den Zolleinnahmen die Verbraucher entlasten müsste.

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