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erfolg.reich - Money Master #6 Darum ist ein Depot sicherer als ein Girokonto

Podcast Money Master Quelle: WirtschaftsWoche

Was Bankpleiten und Fondsschließungen für mein Geld bedeuten und warum ein Depot sicherer ist als ein Girokonto, habe ich bei der BaFin erfahren.

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Als Lehman Brothers pleiteging, war ich elf Jahre alt. Verstanden, was da passiert, habe ich nicht. Aber ich habe etwas gespürt: Panik, Unsicherheit und Angst. Damit war ich mit elf Jahren bereits besser für Geldanlage-Entscheidungen ausgestattet als so mancher abgestumpfter Investor. Denn das „eigene Bauchgefühl“ und der „gesunde Menschenverstand“ ist laut Chan-Jae Yoo, Wertpapieraufseher bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), der beste Berater, wenn es darum geht, Risiken bei Finanzgeschäften abzuschätzen.

Ganz ohne Risiko geht es aber nicht. „Wo Rendite draufsteht, ist auch Risiko drin“, erklärt mir Christian Bock, Abteilungsleiter für Verbraucherschutz bei der BaFin. Worst-Case-Szenario: der Totalverlust. Bei einem breit gestreuten Aktien- oder Indexfonds sei das aber extrem unwahrscheinlich. Hierfür müssten alle darin enthaltenen Unternehmen (also mehrere Hundert Firmen mit Rang und Namen) in Konkurs gehen – und zwar gleichzeitig und auch die Verwertung ihres Sachvermögens nichts einbringen. Unangenehm wäre aber auch eine Fondsschließung. Das passiert mitunter, wenn ein Fonds zu wenige Anleger anlockt. Meine Anteile könnte ich dann (zu einem oft niedrigen Kurs) verkaufen, ein Tauschangebot des Fondshauses annehmen oder mich zum Schlusskurs auszahlen lassen. Mit mehreren Hundert Millionen Euro an angelegtem Geld ist eine Schließung der mir bisher empfohlenen Fonds aber kaum zu befürchten. Für die Herausgeber sind sie wahre Cashcows.

Und wenn die Fondsgesellschaft pleitegeht? Oder meine Bank? Bizarr, aber wahr: Bei Insolvenz des Depotverwalters ist mein Erspartes auf dem Wertpapierdepot sogar besser aufgehoben als auf dem Girokonto. Bei Letzterem sind dank Einlagensicherung 100.000 Euro geschützt. Alles darüber hinaus kann aber verloren sein. Ein Wertpapierdepot hingegen zählt zum „Sondervermögen“. Heißt: Die Fondsgesellschaft oder ihre Gläubiger dürfen darauf nicht zugreifen. Ich bin alleinige Eigentümerin, bei einer Pleite habe ich einen Herausgabeanspruch. Mein Depot stünde vorerst „nur“ ohne Verwalter da. Meine Fondsanteile könnte ich vom Insolvenzverwalter einfordern und einer anderen Depotbank übertragen. Meins bleibt also meins!

Einfach erklärt: Was sind vermögenswirksame Leistungen?

Podcast abhörbar auf www.wiwo.de/money sowie auf allen gängigen Podcastplayern (Spotify, Deezer und Apple Podcasts).

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