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Abzug der US-Truppen Merkel telefoniert mit Erdogan zum Thema Syrien

Bei dem Telefonat zwischen Merkel und Erdogan ging es unter anderem um die Entwicklungen in Syrien sowie um die Themen Migration und Terrorbekämpfung.

Merkel und Erdogan hätten in ihrem Telefonat die Bedeutung des politischen Prozesses unter der Leitung der Vereinten Nationen zur Beilegung des Konflikts in Syrien betont. Quelle: Reuters

Istanbul, BerlinAngesichts des geplanten Abzugs der US-Truppen aus Syrien wollen die Türkei und Deutschland in engem Kontakt bleiben. Darauf hätten sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Telefonat verständigt, meldete die türkische staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Neben den Entwicklungen in Syrien sei es bei dem Gespräch außerdem um die Themen Migration und Terrorbekämpfung gegangen.

Eine Sprecherin der Bundesregierung sagte, die Kanzlerin habe die Rolle der Türkei gewürdigt, insbesondere bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Sie habe zudem die Erwartung geäußert, dass die Türkei mit Zurückhaltung und Verantwortung auf den angekündigten Rückzug der US-Truppen reagieren werde. Merkel und Erdogan hätten die Bedeutung des politischen Prozesses unter der Leitung der Vereinten Nationen zur Beilegung des Konflikts in Syrien betont. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei zwar durch das gemeinsame Handeln zurückgedrängt, bleibe aber eine erhebliche Gefahr.

Am Samstag hatten sich die Türkei und Russland bei einem Treffen auf Ministerebene in Moskau darauf geeinigt, ihr Vorgehen in Syrien stärker zu koordinieren. An dem Treffen nahmen der russische Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu sowie deren jeweiligen türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu und Hulusi Akar teil.

Die US-Regierung hatte vor etwas mehr als einer Woche den Abzug ihrer Bodentruppen aus dem von der Kurdenmiliz YPG kontrollierten Gebieten in Nordsyrien verkündet. Bislang war die YPG ein enger Verbündeter der USA im Kampf gegen den IS. Die Türkei betrachtet die YPG als Terrororganisation und will sie mit einer Offensive von türkisch-syrischen Grenze vertreiben. Nach der Bekanntgabe des US-Abzugs hat Erdogan die Offensive aber erstmal verschoben.

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