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Afghanistan Ramadan endet – Taliban verkünden erstmals Waffenruhe

Im Rahmen des Fastenmonats Ramadan haben die Taliban erstmals seit dem US-Einmarsch zu einer dreitägige Feuerpause in Afghanistan aufgerufen.

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Während der Eid al-Fitr ziehen sich Gläubige in Moscheen zurück um zu fasten, beten und im Koran zu lesen. Quelle: dpa

Kabul Die aufständischen Taliban in Afghanistan haben eine dreitägige Waffenruhe zum Fest des Fastenbrechens angekündigt. Sie soll an drei Tagen der islamischen Feiertage Eid al-Fitr gelten, mit dem das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert wird, teilten die Taliban am Samstag mit. Ausländische Truppen seien von der Waffenruhe ausgeschlossen. Es ist das erste Mal, dass die Taliban zu dem Fest eine Waffenruhe einhalten wollen.

Der Beginn des mehrtägigen Festes ist von Mondphasen abhängig und variiert deshalb von Jahr zu Jahr. 2018 beginnt es in vielen islamischen Ländern am Abend des 14. Juni (Donnerstag).

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hatte am Donnerstag seinerseits eine einwöchige Waffenruhe mit den Taliban angekündigt, die am Dienstag beginnen und bis zum Ende des Eid al-Fitr um den 19. Juni gelten solle. Ghani schloss Gruppen des Terrornetzwerks Al-Kaida und der Terrormiliz Islamischer Staat davon aus.

Wenige Stunden vor der Taliban-Erklärung zur Waffenruhe wurden bei einem Angriff ihrer Kämpfer auf einen Militärposten in der westlichen Provinz Herat 17 afghanische Soldaten getötet, wie Gouverneurssprecher Gelani Farhad mitteilte. Bei dem Feuergefecht seien acht Aufständische getötet und mehrere verwundet worden.

Bei einem Taliban-Angriff in der nördlichen Provinz Kundus wurden nach Angaben eines Sprechers des Gouverneurs mindestens 13 Polizisten und zehn Aufständische getötet. Er sei im Bezirk Kala-i-Sal erfolgt.

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