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Afrika Macron lobt bei Truppenbesuch Kooperation mit Deutschland und den USA

Deutschland und Frankreich erhoffen sich vom Antiterrorkampf im Sahel-Gebiet mehr Sicherheit für Europa. Positive Worte richtete der Präsident auch an die USA.

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N'Djamena Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat kurz vor Weihnachten Truppen seines Landes im Tschad besucht. Der 41-Jährige lobte vor rund 1000 Soldaten die Erfolge der „Barkhane“-Mission im Kampf gegen islamistische Terroristen. Dafür sind in der Region zusammen 4500 französische Soldaten mobilisiert.

Macron rief die Soldaten auf, beim Aufbau einer gemeinsamen Truppe der sogenannten G5-Sahel-Staaten Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad mitzuhelfen. Diese Militärtruppe kämpft gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität. „Die nächsten Monate werden entscheidend sein“, sagte Macron.

Macron lobte ausdrücklich die „beispielhafte Zusammenarbeit“ Frankreichs mit den USA. Der Staatschef erwähnte auch europäische Verbündete in der Region, dies seien Großbritannien, Spanien, Deutschland und Estland. Die USA hatten erst am Mittwoch ihren Truppenabzug aus Syrien angekündigt, wo Frankreich ebenfalls militärisch im Antiterror-Kampf engagiert ist.

Macron hatte vor einigen Tagen in Paris seinem Kollegen aus Burkina Faso, Roch Marc Kaboré, zugesichert, er werde die Sahel-Länder weiter unterstützen. „Wir werden an der Seite der Sahel-Staaten engagiert bleiben, bis der Sieg vollständig ist“, hatte Macron gesagt.

Der Tschad kämpft an mehreren Fronten gegen den Terrorismus. Unweit der Hauptstadt N'Djamena liegt der Tschadsee und das unruhige Grenzgebiet zu Nigeria, wo die islamistische Terrorgruppe Boko Haram ihr Unwesen treibt.

Deutschland und Frankreich erhoffen sich vom Antiterrorkampf im Sahel-Gebiet auch mehr Sicherheit für Europa und einen Rückgang der illegalen Migration. Macron erwähnte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den islamistischen Terroranschlag von Straßburg vom 11. Dezember, der fünf Menschen aus dem Leben gerissen hatte. Deutschland beteiligt sich mit rund 850 Soldaten an der UN-Friedensmission zur Stabilisierung Malis.

Macron war zum Auftakt seines zweitägigen Besuches im Tschad mit seinem Amtskollegen Idriss Déby zusammengekommen. Déby regiert seit 1991 mit harter Hand die ölreiche französische Ex-Kolonie.

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