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Allensbach-Umfrage 82 Prozent der Deutschen für freien Handel

Exklusiv
Der lange Wirtschaftsaufschwung und die Angst vor globalen Handelskonflikten zeigen Wirkung. Quelle: imago images

82 Prozent der Deutschen sind laut einer Allensbach-Umfrage für freien Handel. 41 Prozent der Befragten befürchten jedoch zugleich einen Verlust der nationalen Kultur durch Globalisierung.

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Der lange Wirtschaftsaufschwung und die Angst vor globalen Handelskonflikten zeigen Wirkung: Nach einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hat die Skepsis der Bundesbürger gegenüber Freihandel und Globalisierung spürbar abgenommen. „Während in vielen anderen Ländern Zweifel wachsen, ob die internationale Verzahnung von Märkten und Produktionsprozessen mehr Vorteile als Risiken nach sich zieht, sind 59 Prozent der Deutschen überzeugt, dass ihre Wirtschaft davon profitiert“, schreibt Allensbach-Chefin Renate Köcher in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche.

Nur neun Prozent der Deutschen sehen demnach überwiegend Nachteile durch die Globalisierung. Das sind immerhin sieben Prozentpunkte weniger als noch vor drei Jahren, als die Debatte um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP tobte.

„Die überwältigende Mehrheit der Bürger ist überzeugt, dass es für die deutsche Wirtschaft außerordentlich wichtig ist, mit anderen Ländern freien Handel treiben zu können“, schreibt die Allensbach-Chefin. 82 Prozent vertreten diese Position, während nur zehn Prozent glauben, dass Freihandel für die deutschen Unternehmen nicht sonderlich wichtig oder sogar unwichtig sei.

Mit Globalisierung werden zudem generell ein größeres Warenangebot und technologische Innovation assoziiert. „Diese positive Einschätzung ist keineswegs selbstverständlich. In anderen bedeutenden Volkswirtschaften der EU wie Frankreich oder Italien werden die Globalisierung und teilweise auch Freihandel wesentlich skeptischer gesehen“, so Köcher.

Allerdings: 74 Prozent der Bundesbürger verbinden mit der Globalisierung auch wachsende soziale Unterschiede. Zudem wird die Globalisierung laut Köcher „als Motor von Migration und kultureller Vielfalt gesehen, ein Aspekt, den ein beträchtlicher Anteil als Gefahr für die eigene Identität betrachtet“. 41 Prozent der Bürger befürchten demnach einen Verlust der eigenen nationalen Kultur.

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