WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Analyse Die Euro-Länder im Check

Seite 5/11

Niederlande: Stütze für den Euro

Hafen in den Niederlanden Quelle: dpa

Die Wirtschaft wächst, die Ratingagenturen vergeben Bestnoten.

Die Ratingagenturen bewerten die Niederlande mit der höchsten Bonitätsnote - zu Recht, denn die kleine Exportnation hat sich zu einem wichtigen Stabilitätsanker der Euro-Zone entwickelt.

Niederlande

Mit einer Staatsverschuldung von etwa 65 Prozent und einem Haushaltsdefizit von 5,2 Prozent im vergangenen Jahr entspricht das Land zwar noch nicht den Maastricht- Kriterien, doch die Regierung ist ehrgeizig: Laut IWF werden die Niederländer es 2012 schaffen, die Drei-Prozent-Grenze zu unterschreiten und ab 2014 ihr Budgetdefizit unter zwei Prozent zu drücken. Hinzu kommt: Die Niederländer sind sehr produktiv. Pro Arbeitsstunde erwirtschaften sie mehr als 40 Euro - und hängen damit sogar die Deutschen ab. Dank ihrer hohen Wettbewerbsfähigkeit verbuchen sie kräftige Zahlungsbilanzüberschüsse: 2011 werden die Forderungen gegenüber dem Ausland fast acht Prozent des BIPs betragen.

Doch die Exportabhängigkeit macht das Land auch anfällig. So schrumpfte das BIP 2009 um fast vier Prozent, weil die Exporte im Zuge der Weltwirtschaftskrise um fast neun Prozent einbrachen. Eine weitere Zuspitzung der Euro-Krise und eine Abkühlung der Weltkonjunktur könnte deshalb der niederländischen Wirtschaft schaden, die derzeit mit Raten zwischen 1,5 und 1,7 Prozent wächst. Erste Anzeichen gibt es: So fällt etwa der Geschäftsklimaindex der EU-Kommission seit März für die Niederlande.

Fazit: Die Niederländer sind zwar exportabhängig, aber eine Stütze für den Euro. 

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%