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Anhaltende Proteste Konfliktparteien in Nicaragua vereinbaren neuen Friedensdialog

Kurz vor Beginn eines Generalstreiks in Nicaragua wollen sich Präsident Ortega und die Oppositions-Allianz wieder zusammensetzen.

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Managua Die Regierung Nicaraguas hat sich bereiterklärt, erneut einen Friedensdialog mit der zivilen Opposition aus Studenten, Unternehmen und Organisationen einzugehen. Präsident Daniel Ortega habe zugestimmt, am Freitag an den Verhandlungstisch zurückzukehren, teilte die Bischofskonferenz des lateinamerikanischen Landes am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Das Gespräch solle dem Wunsch des Volkes nach Gerechtigkeit, Demokratisierung und Frieden unterworfen sein, erklärte der Weihbischof der Hauptstadt Managua, Silvio Báez, auf Twitter.

Die zivile Oppositions-Allianz hatte zuvor für Donnerstag zu einem Generalstreik im Land aufgerufen, um den Präsidenten zu einem Ende der Repression zu bringen. Der Streik beginnt um Mitternacht (Ortszeit) und soll den gesamten privaten Sektor, den Handel, Tourismus und öffentlichen sowie Güterverkehr lahmlegen.

In Nicaragua kommt es seit rund zwei Monaten zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten, der Polizei und regierungsnahen Schlägertrupps. Erst am vergangenen Freitag starben erneut fünf Menschen bei Protesten in mehreren Städten. Ein erster Friedensdialog Mitte Mai wurde abgebrochen.

Angesichts der wiederaufgenommenen Gespräche erklärte Ortegas Ehefrau, Vizepräsidentin Rosario Murillo, sie hoffe, dass mit der Hilfe von Gott Wege für alle Nicaraguaner gefunden würden. „Das beste für Nicaragua ist im Moment der Glaube, um Wege der Gerechtigkeit und des Friedensdialogs zu gehen“, erklärte Murillo.

Die Proteste hatten sich ursprünglich an einer geplanten Sozialreform entflammt. Der autoritäre Präsident Ortega zog diese zwar wieder zurück, die Bevölkerung des Landes ging seither aber unter anderem für Pressefreiheit und einen Rücktritt von Ortega und Murillo auf die Straßen.

Nach Angaben des Zentrums für Menschenrechte in Nicaragua (Cenidh) kamen bei den Protesten bisher fast 150 Menschen ums Leben. Weitere 1000 wurden verletzt. Der Großteil von ihnen waren nach Cenidh-Angaben Studenten. Die Regierung gibt die Zahl der Todesopfer offiziell mit 46 an.

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