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Antrittsbesuch Maas trifft in der Türkei Menschenrechtsaktivisten

Außenminister Maas ist besorgt um die Menschenrechtslage in der Türkei. Nun hat er sich auf seiner Reise mit Aktivisten getroffen.

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Maas hat am Mittwoch zunächst den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu getroffen. Quelle: AP

Berlin Außenminister Heiko Maas hat sich bei seinem Antrittsbesuch in der Türkei auch mit Menschenrechtsaktivisten getroffen. Bei der Zusammenkunft am Donnerstag war unter anderen ein Vertreter von Amnesty International dabei, wie ein Mitarbeiter der Organisation in Istanbul, Andrew Gardner, der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Das Treffen war während der Reise erst spät und dann ohne Details öffentlich gemacht worden. Es war die letzte Zusammenkunft der rund 20-stündigen Reise vor Abflug am Mittag.

Vor seinem Abflug hatte Maas gesagt, „dass die Entwicklung der Türkei, insbesondere die Menschenrechtslage, uns Sorgen bereitet und unsere Beziehungen überschattet“. Die Türkei hat seit dem Putschversuch im Jahr 2016 Zehntausende angebliche Staatsfeinde festnehmen lassen und mehr als 140.000 Staatsbedienstete entlassen.

Die Entlassungen und Festnahmen gehen weiter. Auch viele Medienhäuser und Nichtregierungsorganisationen waren geschlossen worden. Maas wollte während seines Besuchs vor allem das Schicksal von sieben aus „politischen Gründen“ inhaftierten Deutschen ansprechen.

Während einer Pressekonferenz am Mittwochabend hatte er auf die Frage, ob ihre Freilassung eine Bedingung für die Normalisierung der lange angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern sei, eine direkte Antwort aber vermieden. Er sagte lediglich, dass er mit Cavusoglu über die Fälle gesprochen habe.

Maas hat am Mittwoch in Ankara zunächst Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, seinen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu und Parlamentspräsident Binali Yildirim getroffen. Am Donnerstag sprach er in Istanbul am Morgen mit deutschen Wirtschaftsvertretern und besuchte dann die deutsche Schule wegen einer Feier zu ihrem 150-jährigen Bestehen.

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