Apec-Gipfel Xi will Chinas Führungsrolle stärken

China will beim Apec-Gipfel seine starke Führungsrolle in Asien unter Beweis stellen. Angesichts eines Handelsabkommens befürchtet die USA, dass China den Vereinigten Staaten gar weltweit den Schneid abkaufen könnte.

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Marc Faber Quelle: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche
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Louis Vuitton in Shanghai Quelle: AP
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Stahlarbeiter Quelle: REUTERS
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Chinas Präsident Xi Jinping hat die Staats- und Regierungschefs aus der Asien-Pazifikregion dazu aufgerufen, ihre Handelsbeziehungen miteinander zu stärken. Auf dem Gipfel der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec vor den Toren Pekings sagte das chinesische Staatsoberhaupt am Dienstag, es müssten Fortschritte hinsichtlich eines „Fahrplans“ für engere wirtschaftliche Integration unter den 21 Apec-Mitgliedsstaaten gemacht werden.

„Lassen Sie uns in Kürze Vorstellungen Realität werden lassen und die beiden Seiten des Pazifiks so hochgradig offen und zusammengeschlossen machen“, sagte Xi vor den Anführern, zu denen auch US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin gehörten. Der Apec-Gipfel ist die erste große internationale Zusammenkunft in China, seit Xi in Peking an der Macht ist.

China wollte bei dem Gipfel versuchen, seine regionale Führungsrolle in Handels- und Finanzfragen zu untermauern. Am Montag hatten sich Xi und der japanische Regierungschef Shinzo Abe vor laufenden Kameras die Hände geschüttelt, nachdem es in den vergangenen zwei Jahren große Spannungen zwischen den beiden größten asiatischen Volkswirtschaften gegeben hatte. Zudem hatte China ein Freihandelsabkommen mit Südkorea verkündet und bekanntgegeben, dass die Börsenmärkte in Hongkong und Shanghai ab Mitte November stärker kooperieren werden.

Bei dem Treffen der Apec-Chefs am Dienstag soll es unter anderem um das von China geplante Freihandelsabkommen FTAAP gehen. Die USA wollen dagegen ein anderes Abkommen, TTP genannt, mit Japan und zehn weiteren Ländern - aber ohne China - in der Region umsetzen. Es gibt Befürchtungen, die Volksrepublik könnte den Vereinigten Staaten wirtschaftlich weiter den Schneid abkaufen. China ist derzeit die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt - hinter den USA.

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Dennoch hatte US-Präsident Obama am Montag darauf beharrt, dass Washington keine Bedrohung durch den wachsenden politischen und wirtschaftlichen Status Pekings sehe. „Die Vereinigten Staaten begrüßen den Aufstieg eines florierenden, friedlichen und stabilen Chinas“, sagte Obama während einer Rede auf einer Unternehmenskonferenz. Die Staats- und Regierungschefs wollen beim Gipfel darüber hinaus eine regionale Initiative zur Bekämpfung der Korruption billigen und weitere Themen diskutieren.

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