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Atomabkommen Iran erwartet „schwierige und zähe“ Verhandlungen

Die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran ist weiter fraglich. Am heutigen Freitag verhandeln die fünf UN-Vetomächte erneut über das Abkommen.

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Atomabkommen: Iran erwartet „schwierige und zähe“ Verhandlungen Quelle: AP

Wien In Wien treffen sich an diesem Freitag Vertreter des Irans und der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands, um die Zukunft des Atomabkommens zu besprechen. „Die Verhandlungen werden diesmal schwierig und zäh“, sagte Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi vor dem Treffen. Die Neubesetzung des amerikanischen Außenministeriums sei könne ein Zeichen dafür sein, dass die USA ernsthaft aus dem Deal aussteigen wollen. Daher sei das Treffen als Versuch zu sehen, das Abkommen zu retten.

Das Atomabkommen mit dem Iran wurde 2015 von den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgehandelt. Der Iran verpflichtet sich darin, für mindestens ein Jahrzehnt wesentliche Teile seines Atomprogramms drastisch zu beschränken, um keine Atomwaffe bauen zu können. Im Gegenzug wurden die Sanktionen gegen Teheran aufgehoben und eine Normalisierung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen in Aussicht gestellt.

US-Präsident Donald Trump will entweder einen kompletten Ausstieg aus dem Deal oder dessen Überarbeitung im Rahmen von Neuverhandlungen. Anders als der bisherige Außenminister Rex Tillerson liegt sein Nachfolger, der bisherige CIA-Chef Mike Pompeo, diesbezüglich ganz auf Trumps harter Linie. Der Iran jedoch ist dagegen. Teheran droht in dem Fall sogar, aus dem Deal auszusteigen und sein Atomprogramm ohne die im Abkommen vorgesehenen Einschränkungen wieder aufzunehmen.

Araghchi sagte iranischen Medien in Wien zu seiner Verhandlungslinie: „Keine Neuverhandlungen. Und nichts Neues wird hinzugefügt.“ Besonders die von Trump geforderte Debatte über die iranische Nahostpolitik und das Raketenprogramm des Landes haben nach Araghchis Worten nichts mit dem Atomabkommen zu tun. Diese Fragen könnten in einem anderen Rahmen besprochen werden.

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