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Atomprogramm Blinken fordert China zum Handeln wegen Nordkorea auf

Die Verhandlungen über die nordkoreanischen Atomwaffen stocken seit etwa zwei Jahren. Nun will der US-Chefdiplomat China zu Gesprächen mit Nordkorea bewegen.

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Vor ihrer Reise nach Seoul hatten Austin und Blinken Japan besucht. Quelle: AP

Der US-Chefdiplomat Antony Blinken hat China aufgefordert, mit dessen „gewaltigem Einfluss“ Nordkorea zur Aufgabe des Atomprogramms zu bewegen. „Peking hat ein Interesse, ein klares Eigeninteresse, dabei zu helfen, die Denuklearisierung von (Nordkorea) zu verfolgen, weil es eine Quelle der Instabilität ist“, sagte Blinken am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zum Ende von Sicherheitsgesprächen in Seoul. „Es ist eine Quelle der Gefahr und offensichtlich eine Bedrohung für uns und unsere Partner.“

Zuvor hatte Nordkorea mitgeteilt, es werde nicht auf US-Angebote für die Wiederaufnahme von Verhandlungen eingehen. Die nordkoreanische Vizeaußenministerin Choe Son Hui bezeichnete Kontaktversuche der US-Regierung als einen „Verzögerungstrick“. Der Norden werde sie abweisen, bis Washington seine Feindseligkeit aufgebe. Verhandlungen über die nordkoreanischen Atomwaffen stecken seit etwa zwei Jahren fest. Grund sind Streitigkeiten über Sanktionen, die von den USA angeführt werden.US-Verteidigungsminister Lloyd Austin sagte, die USA setzten sich für die Verteidigung von Südkorea mit „der vollen Reichweite der Fähigkeiten der USA“ ein. Austin nahm mit Blinken und den Außen- und Verteidigungsministern Südkoreas an den Sicherheitsgesprächen teil. Blinken sagte, dabei sei es um die Rolle von China gegangen. China halte sich beständig nicht an Verpflichtungen.

Vor ihrer Reise nach Seoul hatten Austin und Blinken Japan besucht. Blinken soll am (heutigen) Donnerstag auf dem Weg zurück nach Washington in Anchorage im US-Staat Alaska Stopp machen, um dort ranghohe chinesische Diplomaten zu treffen. Austin besucht Neu Delhi für Gespräche mit indischen Regierungsvertretern.

Mehr: Lesen Sie hier, warum der US-China-Gipfel eine fasst unmögliche Mission war.

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