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Atomstreit Chamenei verbietet Iran Gespräche mit den USA

US-Präsident Trump will sich mit seinem iranischen Amtskollegen Ruhani treffen. Doch das geistliche Oberhaupt des Irans will davon nichts wissen.

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Der Oberste Führer des Irans wirft der Regierung seines Präsidenten Hassan Ruhani Fehler im Management vor. Quelle: dpa

Ankara Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat staatlichen Medien zufolge alle direkten Verhandlungen mit den USA untersagt. „Ich verbiete jedes Gespräch mit Amerika“, wurde das Staatsoberhaupt am Montag im iranischen Fernsehen zitiert. Auch den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einem direkten Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani lehnte Chamenei ab.

Die von Trump wieder eingeführten Sanktionen gegen sein Land seien weniger schlimm als die Misswirtschaft der Regierung in Teheran, sagte er. Es war Chameneis erste Reaktion auf die neuen amerikanischen Strafmaßnahmen im Atomstreit.

„Amerika hält nie seine bei Gesprächen gemachten Versprechen“ und gebe „nur leere Worte“ von sich, begründete Chamenei seine Anordnung. Zudem rückten die USA nie von ihren Zielen bei Verhandlungen ab.

„Das wirtschaftliche Missmanagement belastet einfache Iraner stärker als die Sanktionen“, erklärte er. „Ich will es nicht Verrat nennen, aber einen riesigen Fehler beim Management.“ Wäre dieses besser und gäbe es eine bessere Planung, „können wir den Sanktionen widerstehen und sie überwinden“.

Trump hat im Atomstreit mit der Islamischen Republik das international Nuklearabkommen gekündigt und Sanktionen wieder eingesetzt. Im Zuge der Konfrontation hat die iranische Währung seit April etwa die Hälfte ihres Werts verloren. Dazu haben auch iranische Bürger beigetragen, die Doller kaufen, um ihre Ersparnisse zu sichern.

Auch der Preis für Goldmünzen ist stark angestiegen. In den vergangenen Wochen sind Tausende Iraner im ganzen Land auf die Straße gegangen. Ihre Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und fehlende Jobs mündeten in regierungskritischen Demonstrationen.

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