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Ausblick für Anleger Welchen US-Präsidenten die Wall Street braucht

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Welche Branchen profitieren von Obama, welche von Romney?

Die größten Pleitestaaten der Welt
Norwegische Insel Quelle: dpa
Reichstag Quelle: dpa
Gracht in Amsterdam Quelle: AP
Akropolis Quelle: AP
Brunnen am österreichischen Parlamentsgebäude Quelle: dpa
Schweizer Flagge Quelle: dpa
Big Ben und Westminster Abbey Quelle: REUTERS

Eine Branche hat klar die Fronten gewechselt: Im letzten Wahlkampf unterstützen die Banken noch den Demokraten Obama; inzwischen schlägt dem Amtsinhaber offene Ablehnung von der Wall Street entgegen. Grund sind dessen Finanzmarktreformen, mit denen er die Banken - seiner Meinung nach die Hauptschuldigen in der Subprime- und anschließenden Finanzkrise - an die Kette legen wollte.

Von Bibo bis Swing State - Was Sie zur US-Wahl wissen müssen
.Ann Romney: 63, Ehefrau, Mutter von fünf Söhnen, Großmutter von 16 Enkelkindern. Vorliebe für Hosenanzüge und Hemdkleider. Beim zweiten Fernsehduell lieferte sie sich mit Gegenspielerin Michelle Obama (48) ein knalliges Duell: Wem das pinke Dress wohl besser steht? Quelle: REUTERS
Bibo (Big Bird): Gelber Riesenvogel aus der „Sesamstraße“. Vom Aussterben bedroht, weil Romney im ersten TV-Duell ankündigte, dem Heimatsender der Sesame Street ( PBS) die Mittel kürzen zu wollen. Ein gefundenes Fressen für Obamas Wahlhelfer. Quelle: dpa
Clint Eastwood: Hollywood-Legende und Werbeträger für die Republikaner. Er sorgte jedoch auf deren Parteitag für große Verwirrung, indem er minutenlang mit einem leeren Stuhl diskutierte. Sein imaginärer Gesprächspartner: US-Präsident Barack Obama. Quelle: REUTERS
Debbie Nelson puts out signs for U.S. Presidential hopeful and Republican Mitt Romney outside the Community Center & Veterans of Foreign Wars post in Apopka Quelle: Reuters
Election Day (Wahltag): Kein Sonntag wie hierzulande, sondern in den USA alle vier Jahre der Dienstag nach dem ersten Montag im November – und das seit mehr als 160 Jahren schon. Dieses Mal fällt der Election Day auf den 6. November. Quelle: dpa
President Barack Obama walking to St. John's Episcopal Church in Washington from the White House with his daughters Sasha, left, and Malia Quelle: dapd
Delegates from Texas wearing cowboy hats gather on the floor of the Republican National Convention in the Tampa Bay Times Forum in Tampa, Quelle: dapd

Hauptprogrammpunkt ist der so genannte Dodd-Frank-Act, ein ehrgeiziger und nach Meinung der meisten neutralen Marktbeobachter richtiger, wenn nicht unvermeidlicher Gesetzesvorschlag, der die Banken nach Jahren des Laissez-faire wieder stärker regulieren und kontrollieren soll. Er stockt zwar in seiner Umsetzung stockt und wurde von der nach wie vor mächtigen US-Finanzlobby bereits erheblich verwässert, ließ aber trotzdem die Banken geschlossen ins Lager der Republikaner überlaufen.

US-Präsidentschaftswahl 2012

Romney hat versprochen, Obamas Finanzmarktreformen rückgängig zu machen. Bankaktien würden mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst nachgeben, wenn Obama wiedergewählt würde.

Ausland



Für die meisten anderen Branchen kann kein klarer Vorteil durch einen der beiden Kandidaten abgeleitet werden, mit Ausnahme der üblichen Verdächtigen, der Öl-, Tabak-, Waffen- und Pharma-Industrie. Während „Big Pharma“ wie Merck, Pfizer und Amgen klar von Obamas Gesundheitsreform profitieren würde (Romney will die Gesundheitsreform auf jeden Fall rückgängig machen, das war eines seiner zentralen Wahlversprechen an das konservative Lager), ist die Rüstungsindustrie um Unternehmen Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman und Smith & Wesson traditionell ein starker Profiteuer republikanischer Politik, dank lascher Waffengesetze und tendenziell höherer Militär-Budgets. Die Waffen-Aktien haben im Zuge der Aufholjagd Romney schon deutlich angezogen – bei einer Wiederwahl Barack Obamas wären Kursenttäuschungen wohl unvermeidlich.

US-Ölkonzerne wie Exxon und Chevron erhoffen sich schlicht laschere Gesetze von Romney – erleichterte Genehmigungsverfahren und weniger Umweltauflagen zum Beispiel; ihre guten Erfahrungen mit den letzten republikanischen Präsidenten aus der Familie Busch dürfen diese Hoffnung als gerechtfertigt erscheinen lassen. Obama gilt als Freund der Erneuerbaren Energien, was ihn allerdings nicht daran hindert, den US-Schiefergasboom nach Kräften zu unterstützen. Möglicherweise wäre seine Wiederwahl für die Ölbarone weniger schlimm, als im Wahlkampf propagiert.

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