Balkan Serbischer Außenminister befürwortet Teilung des Kosovo

Seit neun Jahren ist das Kosovo unabhängig. Serbien erhebt aber weiterhin Anspruch auf das Gebiet. Nun schlägt der serbische Außenminister vor, das Land zu teilen und für den Norden einen Sonderstatus zu schaffen.

Belgrad Der serbische Außenminister Ivica Dacic hat sich für die Teilung des Kosovos ausgesprochen. So könne der jahrzehntelange Dauerkonflikt um diese fast nur noch von Albanern bewohnte frühere serbische Provinz gelöst werden, schrieb der Spitzenpolitiker am Montag in einem Beitrag für die größte Zeitung „Blic“ in Belgrad. Das Kosovo ist seit neun Jahren ein unabhängiger Staat und von mehr als 110 Staaten völkerrechtlich anerkannt.

Im Kosovo liegen viele mittelalterliche serbische Klöster und Schlachtfelder, so dass Belgrad diese Region bisher wieder zurückhaben wollte. In Nordkosovo lebt eine kompakte serbische Minderheit. Nach früheren Teilungsideen könnte Nordkosovo Serbien angeschlossen werden. In diesem Fall war von albanischer Seite ins Spiel gebracht worden, die auf bis zu 100.000 Albanern geschätzte Minderheit in Südserbien dem Kosovo anzugliedern.

Den historischen serbischen Klöster im Kosovo, die auch auf der Weltkulturerbe-Liste stehen, soll im Falle einer Gebietsteilung ein autonomer Status eingeräumt werden, hat Dacic jetzt wieder vorgeschlagen. Der in Serbien alles bestimmende Staatspräsident Aleksandar Vucic hatte vor einigen Tagen zu einem innerserbischen Dialog aufgerufen, um endlich Vorschläge zur Lösung der Kosovokrise zu erarbeiten.

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