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Berg-Karabach Tote bei neuen Gefechten mit Aserbaidschan – Armenien ruft Russland zu Hilfe

An der Grenze zu Aserbaidschan sind bei Gefechten armenische Soldaten gestorben. Der Konflikt an der Grenze geht weiter, Armenien setzt auf die Unterstützung von Russland.

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Die armenischen Soldaten starben bei einem Gefecht an der Grenze. Quelle: dpa

An der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan ist es zu den schwersten Gefechten seit dem 44-Tage-Krieg im vergangenen Jahr gekommen. Armenien gab am Dienstag den Tod von mehr als einem Dutzend Soldaten bekannt und bat den Verbündeten Russland um Hilfe bei der Verteidigung des Landes. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation.

Wie armenische und russische Nachrichtenagenturen meldeten, erklärte das armenische Verteidigungsministerium, die heimischen Truppen seien von aserbaidschanischer Artillerie und Panzern angegriffen worden. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium wiederum teilte mit, die Armee habe auf den Beschuss heimischer Militärstellungen durch armenische Soldaten reagiert und ihren Einsatz erfolgreich abgeschlossen.

Armenien gab an, 15 seiner Soldaten seien getötet und zwölf gefangen genommen worden. Das Land teilte ferner den Verlust von zwei militärische Stellungen an der Grenze mit. Es rief zugleich Russland auf, im Rahmen eines Verteidigungsbündnisses Hilfe zu leisten, wie die russische Agentur Interfax meldete. Eine Reaktion der Regierung in Moskau darauf lag zunächst nicht vor. Russland unterhält eine Militärbasis in Armenien.

Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan kämpfen schon seit langem um die Kaukasusregion Bergkarabach. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zu Aserbaidschan, von dem es sich aber 1991 losgesagt hatte.

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    Der Konflikt hatte im vergangenen Jahr zu einem Krieg geführt, der nach sechs Wochen mit einer von Russland vermittelten Waffenruhe endete. Russland entsandte 2000 Friedenssoldaten nach Bergkarabach. Aserbaidschan hatte in dem Krieg, in dem mindestens 6500 Menschen starben, Territorium zurückgewonnen, das es in einem früheren Konflikt verloren hatte. Das Land wird von der Türkei unterstützt.

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