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Blockade in Stockholm Regierungsbildung in Schweden scheitert erneut – Neuwahlen werden wahrscheinlicher

Auch zwei Monate nach den Wahlen ist Schweden weiter ohne Regierung – Neuwahlen werden wahrscheinlicher. Profitieren könnten die Rechtspopulisten.

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Der Chef der Sozialdemokraten und geschäftsführende Ministerpräsident ist mit dem Versuch einer Regierungsbildung gescheitert. Quelle: dpa

Stockholm In Schweden ist ein weiterer Versuch gescheitert, eine Regierung zu bilden. Der Chef der Sozialdemokraten und geschäftsführende Ministerpräsident, Stefan Löfven, gab am Montag seine Bemühungen auf. Damit hält die seit der Wahl vor zwei Monaten bestehende Blockade weiter an.

Die Abstimmung am 9. September hatte in einer Patt-Situation geendet. Weder die Mitte-Rechts-Allianz von Ulf Kristersson noch die Rot-Grüne-Koalition unter Führung Löfvens erhielten genug Mandate für eine Mehrheit im Parlament. Eine Allianz mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten lehnen beide ab.

Er sehe für sich keine Möglichkeit, eine für das Parlament akzeptable Regierung zu bilden, sagte Löfven. Zuvor war dies auch Kristersson nicht gelungen. Die Option von Neuwahlen wird damit immer wahrscheinlicher.

Dies könnte den Schwedendemokraten nützen, denn die Unfähigkeit der etablierten Parteien, eine Regierung zu bilden, könnte das Vertrauen der Wähler in sie untergraben. Der Chef der Schwedendemokraten, Jimmie Akesson, sagte, eine neue Abstimmung könnte mehr Unterstützung für seine Partei bringen.

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