BP Energietrends, die die Welt vor neue Herausforderungen stellen

BP hat seine alljährliche Prognose über die Entwicklung des Energiemarkts in den kommenden zwanzig Jahren veröffentlicht. Der Ausblick des britischen Ölkonzerns offenbart wichtige globale Trends im Energiemarkt.

Das Logo von BP. Quelle: dpa

Wenn BP in die Zukunft blickt und seine alljährliche Prognose über die Entwicklung des Energiemarkts in den kommenden zwanzig Jahren verkündet, ist eigentlich nur eines zu erwarten: Der britische Öl-Riese rechnet damit, dass der Durst nach Energie immer größer wird – schließlich ist das in seinem Interesse.

Im Jahr 2035 werde die Welt etwa 37 Prozent mehr Energie verbrauchen als heute, geht aus dem neuen „Energy Outlook 2035“ von BP hervor. Jährlich wachse der Energiebedarf um 1,4 Prozent. Das Gegenteil wäre die Nachricht gewesen.

Wer vom billigen Öl profitiert – und wer verliert
Jemand arbeitet an einer Tragfläche eines Flugzeugs Quelle: PR
Autos Quelle: AP
Jemand greift nach Körperpflegeprodukten in einem Regal Quelle: REUTERS
Containerschiff Quelle: dpa
Lastwagen der Deutschen Post Quelle: dpa
Packungen mit Medikamenten Quelle: dpa
Anlage mit Tank, auf dem BASF steht Quelle: dpa
Ein Mann steht vor einem BP-Logo Quelle: dpa
Kreml und Kirche in Moskau Quelle: dpa
Fracking-Anlage Quelle: dpa

Dennoch offenbart der Ausblick des Unternehmens wichtige Trends, welche nicht nur die Energiekonzerne, sondern auch die Regierungen vor neue Herausforderungen stellen:

  • Der Klimaschutz bleibe in den nächsten Jahren auf der Strecke. Die Klimaziele würden deutlich verfehlt, wenn die Politik nicht aktiv werden würde, prognostiziert der Öl-Riese.
  • Der Ölpreis werde sich trotz des steigenden Energiebedarfs erst in einigen Jahren spürbar erholen.
  • Bei den Energieträgern werde vor allem Gas und Schieferöl aus den USA wachsen – wenngleich die Produktion von Schieferöl in den USA in den kommenden Jahren nicht mehr so schnell wachsen werde wie in den vergangenen Jahren. Noch in diesem Jahr sollen die USA zum Netto-Exporteur von Öl werden.
  • Der Schieferölboom schwappe nicht von den USA auf den Rest der Welt über.
  • Die globalen Energieflüsse ändern sich: Öl und Gas seien bisher vor allem in der arabischen Welt und Russland produziert und im Westen konsumiert worden. Künftig werde Energie verstärkt im Westen produziert und in östliche Länder wie Indien und China transportiert. Dort sei der Durst nach Energie am größten. Das komplette Wachstum käme aus den asiatischen Nicht-OECD-Ländern.

Die fossilen Energieträger wie Öl, Kohle und Gas wachsen zwar weiter, verlieren aber im Energiemix nur leicht an Bedeutung, während erneuerbare Energien zulegen, so die BP-Experten.

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Trotz der Zunahme der Erneuerbaren, steige der Ausstoß an Kohlendioxid um rund 25 Prozent an. „Das ist viel mehr als alle Pläne zum Erreichen des Zwei-Grad-Ziels bei der Erderwärmung vorgeben“, sagte BP-Vorstandschef Bob Dudley in London. Dudley forderte die Regierungen auf, Schritte zu unternehmen, um die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir brauchen einen vernünftigen Preis für Kohlendioxid“, sagte der BP-Chef.

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