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Brexit Barnier warnt das britische Parlament vor chaotischem Brexit

Der EU-Unterhändler hat zwar betont, dass der Brexit-Vertrag der „bestmögliche“ sei. Trotzdem sei man bereit, über eine engere politische Zusammenarbeit zu diskutieren.

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Großbritannien: Barnier warnt das Parlament vor chaotischem Brexit Quelle: Reuters

Brüssel Sollte sich das britische Parlament weiter lediglich gegen einen chaotischen Brexit aussprechen, wird es nach Einschätzung des EU-Unterhändlers Michel Barnier genau einen solchen geben. „Wenn sich nichts bewegt, wenn keine positiven Vorschläge auf den Tisch gelegt werden, dann werden wir mehr oder minder holprig oder wie bei einem Unfall auf den No Deal zum 30. März zusteuern“, sagte er am Donnerstagmorgen im Deutschlandradio.

Nach Ansicht Barniers ist es auch fraglich, ob eine Verlängerung der Verhandlungsfrist im Kontext von Artikel 50 des EU-Vertrages etwas bringen werde. Der Artikel stellt Regeln für einen EU-Austritt eines Landes auf. „Ich persönlich glaube, dass wir nicht so sehr mehr Zeit benötigen, sondern dass wir jetzt Entscheidungen brauchen – zu treffen durch die britische Regierung und das Parlament Großbritanniens.“

Der Franzose betonte, dass der von den britischen Abgeordneten abgelehnte Brexit-Vertrag der „bestmögliche“ sei und dieses Scheidungsabkommen nun nicht mehr verändert werden sollte. Die EU sei jedoch bereit, über eine engere politische Zusammenarbeit zu diskutieren, die über eine Freihandelszone hinausgehe.

Barnier beharrte auch auf einer Garantie für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland ohne zeitliche Befristung, wie sie in London gefordert wurde. „Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Hausversicherung und die wäre plötzlich zeitlich befristet. Die würde doch niemand abschließen und irgendwann geschieht dann ein Unglück und Sie haben keine Versicherung“, sagte er. „Nein. Diese Versicherung darf zeitlich nicht befristet werden.“

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