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Brexit Britische Wirtschaftsverbände mahnen Entschärfung von Zuwanderungsregeln an

Ohne die Möglichkeit, internationale Talente einstellen zu können, würden viele der britischen Wirtschaftsbereiche in ernsthafte Schwierigkeiten geraten.

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Wirtschaftsverbände fürchten negative Folgen der verschärften Einwanderungsregeln. Quelle: dpa

London Eine Vereinigung britischer Wirtschaftsverbände hat den künftigen Premierminister aufgerufen, die nach dem Brexit geplanten härteren Zuwanderungsregeln zu entschärfen. Die Schwelle für das Jahresgehalt potenzieller Zuwanderer müsse von 30.000 auf 20.000 Pfund gesenkt werden, erklärten die Verbände am Mittwoch. Dazu hätten sie Boris Johnson und Jeremy Hunt in einem Schreiben aufgefordert. Im Rennen um die Nachfolge der konservativen britischen Premierministerin Theresa May liegt Johnson in Umfragen vor seinem Konkurrenten, dem Außenminister Hunt. Bedenken gegen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Zuwanderung unter anderem aus Osteuropa hatten 2016 dazu beigetragen, dass die Briten sich in einem Referendum mehrheitlich für den Austritt aus der EU entschieden.

Mehr als 60 Prozent aller Jobs in Großbritannien lägen derzeit unter der 30.000-Pfund-Schwelle, erklärten die Verbände. Werde die Schwelle aber zu hoch angesetzt, steige das Risiko, dass künftig nicht genügend ausländische Arbeitskräfte für wichtige Bereiche wie Gesundheit und Pflege zur Verfügung stünden. Die Verbände forderten darüber hinaus weitere Erleichterungen bei der Anwerbung ausländischer Mitarbeiter.

„Ohne die Möglichkeit, internationale Talente einstellen zu können, geraten viele unserer wichtigsten Branchen in große Gefahr“, hieß es in dem Schreiben. Es sei entscheidend, dass die Regierung Regeln schaffe, die den Arbeitgebern weiter die Anwerbung ausländischer Mitarbeiter gestatteten. Johnson hat versichert, dass Großbritannien die EU Ende Oktober verlassen wird - mit Austrittsabkommen oder ohne.

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