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Brexit EU-Unterhändler Barnier: Keine bedeutenden Fortschritte in Verhandlungen mit Großbritannien

Seit Wochen ringen die Europäische Union und Großbritannien um ein Handelsabkommen. Michel Barnier ist enttäuscht über die Gespräche und mahnt zur Eile.

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Der Politiker verhandelt für die EU über ein Handelsabkommen mit Großbritannien. Quelle: Reuters

Angesichts ausbleibender Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen mahnt die EU zur Eile. Es bleibe nur noch sehr wenig Zeit für eine Einigung, sagte EU-Unterhändler Michel Barnier am Freitag nach der jüngsten Verhandlungsrunde in Brüssel.

Bis spätestens Ende Oktober müsse eine Vereinbarung stehen, damit der Ratifizierungsprozess rechtzeitig abgeschlossen werden könne. Zugleich äußerte er sich „enttäuscht, besorgt und auch überrascht“ darüber, dass die Gespräche auch in der laufenden Woche keine substanziellen Fortschritte gemacht hätten. Insbesondere bei den Streitpunkten Subventionen und Fischereirechten hakt es demnach. Es könne beim künftigen Zugang zum EU-Binnenmarkt keine „Rosinenpickerei“ geben, sagte Barnier.

Der Stillstand lastete auf dem Pfund, die Landeswährung verlor zum Dollar 0,4 Prozent auf 1,3153 Dollar. Großbritannien hat die EU am 31. Januar verlassen. Die Gespräche über das künftige Verhältnis stecken seit Monaten fest. Bis zum Ende des Jahres gilt eine Übergangsfrist, in der maßgebliche Regelungen weiter Bestand haben und bis zu deren Ende ein neues Freihandelsabkommen vereinbart werden soll.

Mehr: Boris Johnson steht bei Freihandelsgesprächen auf verlorenem Posten, meint Handelsblatt-Korrespondent Carsten Volkery.

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