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Brexit-Verhandlungen EU-Unterhändler dämpft Hoffnung auf schnelle Einigung mit Großbritannien

„Es bleibt noch viel zu tun“, twitterte der EU-Chefunterhändler Barnier nach erneuten Verhandlungen. Das Bundesfinanzministerium zeigt sich derweil besorgt.

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Aus Sicht der Europäischen Union könnte noch bis Mitte November über die künftigen Beziehungen verhandelt werden. Quelle: Reuters

EU-Chefunterhändler Michael Barnier hat die Aussicht auf einen schnellen Abschluss zwischen der EU und Großbritannien über die zukünftigen Beziehungen gedämpft. „Wir arbeiten hart an einer Einigung. Es bleibt noch viel zu tun“, twitterte Barnier am Freitag nach mehrtägigen Verhandlungen in London. Die Gespräche mit dem britischen Unterhändler David Frost würden nun in Brüssel weitergehen.

Der deutsche Finanzstaatssekretär Jörg Kukies zeigte sich sehr besorgt über die stockenden Verhandlungen und forderte einen „Pragmatismus“ in den Gesprächen. Deutsche Firmen hingen massiv von Finanzierungsgeschäften des britischen Finanzplatzes in London ab, sagte er auf einer Veranstaltung. „Wir müssen Pragmatismus bewahren, egal was passiert.“

Ende des Jahres läuft nach dem britischen EU-Austritt die Übergangszeit aus, in der das Vereinigte Königreich noch EU-Regeln anwendet. Über die künftigen Beziehungen wird seit Monaten verhandelt. Sollte es dazu keine Einigung geben, droht doch noch ein harter Brexit ohne Handelsabkommen. Aus EU-Sicht kann noch bis Mitte November verhandelt werden. Dann hätten die Parlamente in Großbritannien und der EU noch genug Zeit für eine Ratifizierung des Abkommens vor Jahresende.

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