Bürgerkrieg Tausende Rebellen verlassen syrische Stadt Duma

Laut russischen Angaben haben bereits mehr als 3600 Islamisten die Stadt Duma in Ost-Ghuta verlassen. Die Evakuierung wurde zuvor ausgehandelt.

Wegen der anhaltenden Angriffe auf die belagerten Gebiete Afrin und Ost-Ghuta in Syrien sind erneut tausende Menschen aus den heftig umkämpften Gegenden geflohen. Seit MItte März sind türkische Truppen in Afrin im Einsatz. Quelle: dpa

Damaskus/MoskauDer Abzug der Rebellen aus dem letzten von ihnen kontrollierten Gebiet in der umkämpften syrischen Region Ost-Ghuta geht weiter. Innerhalb von 24 Stunden hätten mehr als 3600 Kämpfer und Familienangehörige die Stadt Duma verlassen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit, wie die Agentur Tass meldete.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, am Dienstagmorgen seien mehr als 65 Busse im Norden Syriens eingetroffen. Die Kämpfer der islamistischen Miliz Dschaisch al-Islam und ihre Angehörigen sollen dort in der von protürkischen Rebellen kontrollierten Stadt Dscharablus Unterschlupf finden.

Die Evakuierung Dumas war unter Beteiligung Russlands ausgehandelt worden. Moskaus ist im Bürgerkrieg ein enger Verbündeter der syrischen Regierung. Der Abzug aus Duma hatte am Sonntagabend einen Tag nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff der syrischen Armee auf die Stadt begonnen. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter hatte die Miliz Dschaisch al-Islam zwischen 8000 und 9000 Kämpfer in Duma.

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