Bürgerkrieg Vereinte Nationen vermitteln wieder für eine Waffenruhe in Libyen

Die UN führt wieder Gespräche mit den rivalisierenden Lagern. Zuvor hatten sich die Regierungschefs bereits auf ein Waffenembargo geeinigt – das gebrochen wurde.

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Seit dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in Libyen ein Bürgerkrieg. Quelle: dpa

Im Libyen-Konflikt verhandeln die Vereinten Nationen (UN) wieder mit den rivalisierenden Lagern über eine Waffenruhe. Wie ein UN-Sprecher am Freitag in Genf mitteilte, laufen seit Donnerstag getrennte Unterredungen des UN-Sonderbeauftragten Ghassam Salame mit Vertretern der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajes al-Serradsch sowie mit Gesandten von Rebellengeneral Chalifa Haftar.

Die Verhandlungen würden am Freitag fortgesetzt. Am Dienstag hatte sich Serradschs Regierung von den Gesprächen zurückgezogen, als die Aufständischen erneut die Hauptstadt Tripolis unter Beschuss nahmen. Von der dort ansässigen Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme zu neuen Verhandlungen. Sie wird von der Türkei unterstützt.

Rebellengeneral Haftar stellte dagegen in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Bedingungen für die Zustimmung zu einer Waffenruhe. So müsse die Türkei ihre Söldner aus Libyen abziehen und Waffenlieferungen nach Tripolis einstellen, sagte Haftar. Hinter ihm steht unter anderem Russland. Haftars Rebellen versuchen seit April 2019, Tripolis zu erobern.

Die in den Libyen-Krieg involvierten Staaten hatten sich vor rund einem Monat in Berlin auf eine Waffenruhe geeinigt. Trotz anderslautender Vereinbarungen wurden aber weiter Waffen in das ölreiche Land an der nordafrikanischen Mittelmeerküste geliefert.

Mehr: Die Staats- und Regierungschefs haben sich im Libyen-Konflikt geeinigt. Unter anderem sieht die Lösung ein Waffenembargo vor.

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