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Bürgerkriegsland Im Jemen wächst die Hoffnung auf Frieden

Der hinter den Huthi-Rebellen stehende Iran signalisiert Zustimmung für eine politische Lösung im Jemen. Mehr als acht Millionen Menschen hungern.

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Menschen zeigen ihre Dokumente, um eine Essensration durch eine lokale Wohltätigkeitsorganisation zu erhalten. Quelle: dpa

Dubai Nach fast vier Jahren Krieg in dem von einer Hungerkatastrophe bedrohten Jemen wachsen die Chancen auf Friedengespräche. Der hinter den Huthi-Rebellen stehende Iran signalisierte am Montag Unterstützung für die von den Vereinten Nationen (UN) in dieser Woche in Schweden geplanten Verhandlungen. Die Führung in Teheran sei bereit, eine politische Lösung zu finden, erklärte das Außenministerium laut Staatsfernsehen.

Der Konflikt im Jemen gilt als Stellvertreterkrieg des schiitischen Iran mit dem sunnitischen Saudi-Arabien, die um die Vormacht in der gesamten Golfregion buhlen. Auch aus Saudi-Arabien kamen zuletzt Zeichen des Entgegenkommens. So stimmte die von dem Königreich geführte Allianz an der Seite der gewählten jemenitischen Regierung der Behandlung verletzter Huthi-Kämpfer im Oman zu.

Das war eine der Bedingungen der Huthis für eine Teilnahme an den Gesprächen, die laut Insidern am Mittwoch beginnen könnten. Am Montag wurden 50 verletzte Huthis zum Flughafen von Sanaa gebracht, um nach Oman ausgeflogen werden. Im September war ein am UN-Sitz in Genf angesetztes Treffen gescheitert, weil Vertreter der Rebellen nicht erschienen waren.

Im Jemen hungern schon jetzt mehr als acht Millionen Menschen, laut den UN könnten es bis zu 14 Millionen werden. Saudi-Arabien ist mit den USA verbündet, geriet zuletzt aber wegen des Mordes an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi unter Druck. Angesichts dessen könnte die Führung in Riad nach Einschätzung westlicher Beobachter nun empfänglicher für Forderungen nach einem Entgegenkommen im Jemen geworden sein.

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