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Carola Rackete „Sea Watch 3“-Kapitänin will Italiens Innenminister Salvini verklagen

Carola Rackete war nach ihrer unerlaubten Hafeneinfahrt in Lampedusa zur verbalen Zielscheibe Salvinis geworden. Das könnte juristische Folge haben.

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Der italienische Innenminister hatte die Sea-Watch-Kapitänin eine „Gesetzesbrecherin“ genannt. Quelle: dpa

Rom Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs „Sea Watch 3“, Carola Rackete, will Italiens Innenminister Matteo Salvini wegen Diffamierung verklagen. Damit solle ein Zeichen gesetzt werden, sagte ihr Anwalt Alessandro Gamberini am Freitag dem Sender Cusano Campus. „Wenn es die Brieftasche trifft, wird den Leuten klar, dass sie Personen nicht willkürlich beleidigen können.“

Salvini hatte Rackete unter anderem eine „Piratin“ und „Gesetzesbrecherin“ genannt. Auf Twitter zeigte er sich angesichts der Klage kämpferisch: „Verbrecher machen mir keine Angst, geschweige denn eine reiche und verwöhnte deutsche Kommunistin.“

Rackete war mit Dutzenden Geretteten 17 Tage im Mittelmeer auf der „Sea Watch 3“ unterwegs, bevor sie Ende Juni gegen den Willen der italienischen Regierung in Lampedusa anlegte. Die Behörden stellten sie unter Hausarrest, den ein Gericht nach vier Tagen jedoch aufhob. Ihr Schiff wurde beschlagnahmt. Rackete könnte selbst wegen illegaler Einwanderung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angeklagt werden.

Mehr: Die EU-Staaten streiten weiter über den Umgang mit Asylsuchenden. Bei der Suche nach Auswegen steht auch die Reisefreiheit für EU-Bürger auf dem Spiel.

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