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Census 2020 Trump ringt um Migrationsangaben bei kommender Volkszählung

Das Höchste Gericht hatte die Frage nach der Nationalität eigentlich verboten. Doch der US-Präsident und das Justizministerium geben sich optimistisch.

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Der US-Präsident plädiert für die Zusatzfrage, um das Wahlrechtsgesetz durchzusetzen. Quelle: AP

Washington Bei der geplanten US-Volkszählung 2020 soll die Staatsangehörigkeit nach dem Willen von Präsident Donald Trump trotz juristischer Widerstände miterhoben werden. Es sei wichtig für die USA, dass die Frage „Sind Sie ein Bürger der Vereinigten Staaten?“ in dem Census berücksichtigt werde, schrieb Trump am Donnerstag bei Twitter. Deshalb arbeiteten Regierungsmitarbeiter auch am Unabhängigkeitstag daran und seien im Dienst.

In der vergangenen Woche hatte das Höchste Gericht der Vereinigten Staaten vorläufig entschieden, dass die Frage nach der Nationalität nicht in den Zensusbögen aufgegriffen wird. Daraufhin versuchte Trump vergeblich, die Volkszählung zu verschieben - am Dienstag gingen die Fragebögen schließlich ohne die Frage in den Druck.

Der Präsident will sich anscheinend trotzdem nicht geschlagen geben. Am Mittwoch erklärten Mitarbeiter des Justizministeriums vor einem Bundesrichter in Maryland, dass es ihrer Einschätzung nach eine Möglichkeit gibt, wie der Wunsch des Präsidenten erfüllt werden kann.

Die Frage nach dem Pass ist nach Ansicht der US-Regierung wichtig, um das Wahlrechtsgesetz durchzusetzen, das Angehörigen von Minderheiten den Zugang zur Wahlurne garantiert. Kritiker einer solchen Frage befürchteten, dass sie illegal im Land lebende Migranten von einer Teilnahme am Zensus abhalten könnte. Die Folge seien unvollständige Daten, was sich auf die von der Bevölkerungszahl in den US-Staaten abhängige Verteilung von Bundesmitteln in Höhe von rund 675 Milliarden Dollar auswirken könne.

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