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Chef der deutschen Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt ruft Europa zu mehr Unabhängigkeit von den USA auf

Europa müsse „freundlich, aber bestimmt“ Gegenmaßnahmen zu den Strafzöllen aufzeigen. Grobe Rhetorik sei aber auch auf Seitens der EU falsch.

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Der Streit um angedrohte Strafzölle weckt in Europa den Willen zu mehr Unabhängigkeit von den USA. Quelle: AP

Düsseldorf Angesichts der von US-Präsident Donald Trump angedrohten Einfuhrzölle auf Stahl, Aluminium und Autos rät der Chef der deutschen Wirtschaftsweisen Europa zur Gegenwehr. „Da Präsident Trump offenbar darauf aus ist, die Grenzen zu testen, ist es wohl unvermeidlich, irgendwann freundlich, aber bestimmt die eigenen Möglichkeiten der Gegenmaßnahmen zu zeigen“, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Christoph Schmidt, der „Rheinischen Post“ „Gleichzeitig könnte die EU jedoch versuchen, den Handel mit anderen Regionen zu intensivieren und so zum einen unabhängiger von den USA zu werden und zum anderen die Vorteile freien Handels aufzuzeigen.“

Schmidt, der Präsident des Essener RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung ist, sieht die Welt noch nicht in einem Handelskrieg: „Einen Handelskrieg haben wir noch lange nicht, wir sollten ihn auch nicht aktiv anstreben.“

In einem Handelskrieg würden alle verlieren. Die gesteigerte internationale Arbeitsteilung der vergangenen Jahrzehnte habe für alle Beteiligten große Wohlfahrtsgewinne gebracht. „Man sollte nicht in die Falle tappen, sich über die grobe Rhetorik und die plumpen Argumente des US-Präsidenten so aufzuregen, dass die eigene markige Wortwahl dann wieder nur die Eskalation zulässt.“

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