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China Evergrande drückt bei Übergaben von Baueinheiten aufs Tempo

Der Wohnungsbaukonzern betreibt und entwickelt in China 1300 Immobilienprojekte, viele davon noch nicht abgeschlossen. Jetzt soll das Tempo verdreifacht werden.

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Der hochverschuldete Immobilienentwickler Evergrande scheint nach aktuellem Stand zahlungsunfähig zu sein. Quelle: Reuters

Der hochverschuldete chinesische Wohnungsbaukonzern Evergrande will bei der Übergabe von Baueinheiten aufs Tempo drücken. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben, im Dezember 39.000 Einheiten den Kunden auszuhändigen nach weniger als jeweils 10.000 in den vergangenen drei Monaten.

Der Konzern arbeite mit Volldampf daran, dieses Ziel zu erreichen. Über das ganze Land betreibt und entwickelt Evergrande 1300 Immobilienprojekte, viele davon noch nicht abgeschlossen. Insgesamt sind 200.000 Menschen beschäftigt und jährlich werden fast vier Millionen Menschen angeheuert für Bauarbeiten.

Der zweitgrößte Immobilienentwickler Chinas ist mit mehr als 300 Milliarden Dollar verschuldet und hat zuletzt die Zahlungsfristen für zwei ausländische Anleihen verstreichen lassen. Damit hält der Immobilienriese die Finanzmärkte in Atem, weil bei einer Evergrande-Pleite negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft befürchtet werden. Die Zitterpartie wirkt sich Experten zufolge bereits immer mehr auf den chinesischen Immobilienmarkt aus, wo sich zuletzt ein Abwärtstrend bei Preisen, Investitionen und Neubauten abzeichnete.

Neben Evergrande zählt auch Konkurrent Kaisa zu einer Reihe anderer chinesischer Konzerne, die im Zuge der Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Die internationale Rating-Agentur Fitch hatte die Kreditwürdigkeit von Kaisa und Evergrande zuletzt heruntergestuft und vor einem Zahlungsausfall gewarnt.

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    Mehr: China und der Evergrande-Schock: „Die Zeit, mit Immobilien Geld zu verdienen, ist vorbei“

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