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Chinas Börsenturbulenzen Wie deutsche Unternehmen das China-Geschäft sehen

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BMW, Commerzbank und Daimler

 

BMW

BMW- Chairman of Management Harald Krueger Quelle: REUTERS

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    Umsatz: 7 Milliarden Euro, gut 10 Prozent vom Konzernumsatz
    Entwicklung: Zahl der verkauften Autos stieg seit 2010 von 169.000 auf 456.000
    Erwartung: Umsatzanstieg und Ausbau der Produktion, Verdoppelung der lokal gefertigten Modelle von drei auf sechs

    Das Wachstum des Konzerns beruht stark auf China. BMW rechnet mit steigenden Schwankungen im Geschäft als Folge der angekündigten Liberalisierung der Kapitalmärkte. „Ein bedeutendes Risiko bleibt die sich abschwächende Konjunkturdynamik in China, einem der Hauptmärkte der BMW Group. Hier könnten zudem Verwerfungen im Immobilien oder Bankensektor zu einer reduzierten Nachfrage nach den angebotenen Produkten und Dienstleistungen führen.“

    Bereits im vergangenen Jahr hat die Marktentwicklung laut Geschäftsbericht die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Aber der Markt ist zusammen mit dem Wachstum in den USA eine gute Balance für die Abhängigkeit von der Heimatregion Westeuropa.

     

    Commerzbank veröffentlich keine Umsatzzahlen von Filialen in China Quelle: dpa

    Umsatz: keine Angaben,  Ein Sprecher: „Da die Commerzbank in China ausschließlich Filialen unterhält, die nicht als Profit Center geführt werden, veröffentlichen wir keine Umsatzzahlen.“
    Entwicklung: „Wir hatten in China in den vergangenen Jahren zweistelliges Wachstum bei der Kundenzahl und bei den Erträgen. Dieses Wachstum wollen wir auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, erklärt ein Sprecher

    Zu den Auswirkungen der aktuellen Turbulenzen will die Bank nichts sagen „ Es ist noch zu früh, dies zu bemessen“, so ein Sprecher. „Im Moment sehen wir keine negativen Auswirkungen auf unsere mittelständische Kundschaft. Die chinesische Wirtschaft befindet sich in einem Transformationsprozess von der Fokussierung auf billige Produktion und Export hin zu Innovation und stärkerer Bedienung des Inlandsmarktes mit deutlichen Tendenzen, Marktkräfte stärker wirken zu lassen. Wir gehen davon aus, dass deutsche Unternehmen mit ihrer Innovationskraft von diesem Prozess eher profitieren werden.

     

    Daimler zeigt deutliche Umsatzsteigerung Quelle: REUTERS

    Umsatz: 13,3 Milliarden Euro, 17 Prozent vom Konzernumsatz
    Entwicklung:  deutliche Umsatzsteigerung
    Erwartung: weitere Steigerung durch Ausbau von Produktion und Vertrieb

     

    Mercedes hatte bis 2013 in China Probleme bei der Produktpalette und der Vertriebsorganisation, die das Wachstum im Vergleich zu den Wettbewerbern Audi und BMW hemmten, so dass der Marktanteil sank. Aber 2014 gelang ein überdurchschnittliches Wachstum. Die Finanzdienstleistungssparte hat 2014 extrem von China profitiert. Dort hat Daimler doppelt so viele Finanzierungsverträge unterschrieben wie im Vorjahr.

    Die Produktionskapazitäten soll auf 200.000 Autos pro Jahr steigen. Dafür investiert das Unternehmen 4 Milliarden Euro gemeinsam mit einem Joint Venture-Partner. Auch die Lkw-Sparte soll mit dem Partner Foton „kräftig wachsen“, so ein Sprecher.

    Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

    „Doch aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gewachsenen Bedeutung ist in einem konjunkturellen Einbruch der chinesischen Wirtschaft ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft zu sehen“, so die offizielle Risikoeinschätzung laut Geschäftsbericht. „Durch das extrem hohe Niveau der gesamtwirtschaftlichen Verschuldung und der Bauinvestitionen ist das Risiko einer abrupten Korrektur auf dem Immobilienmarkt oder einer Bankenkrise deutlich erhöht. Insbesondere für die Sparten Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans, für die China inzwischen ein bedeutender Absatzmarkt ist, könnte hierdurch der angestrebte Absatzzuwachs geringer ausfallen.“

    Dazu hat Daimler als erstes ausländisches Unternehmen eine Anleihe in China herausgegeben im Volumen von umgerechnet 60 Millionen Euro als weitere Finanzierungsquelle für das schnell wachsende Chinageschäft.

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