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Chinas Börsenturbulenzen Wie deutsche Unternehmen das China-Geschäft sehen

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Siemens und Volkswagen

 

Siemens

Siemens erwartet weiter ein solides Wachstum Quelle: REUTERS

Umsatz: 6,5 Milliarden Euro, 8,5 Prozent vom Konzernumsatz
Entwicklung: Kräftiges Wachstum
Erwartung: Abgeschwächtes Plus

 

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Standort erkennen

    Zuletzt verlor bei dem  Münchner Technologiekonzern das Geschäft im Reich der Mitte stärker als erwartet an Fahrt. „Mit Investitionsgütern will man in China zurzeit nicht unterwegs sein“, heißt es in Unternehmenskreisen. Die Münchner hoffen nun, von geplanten Investitionen in die Infrastruktur zu profitieren, etwa bei Projekten zur Stromübertragung.

    "China wächst immer noch um rund sieben Prozent. Viele andere Länder wären glücklich über ein solches Wachstum“, erklärt Vorstand Siegfried Russwurm. „Das Geschäft in China ist für uns herausfordernd. Wir haben einen stärkeren Wettbewerb und neue lokale Wettbewerber. Aber das ist aus unserer Sicht nur normal und wir müssen uns darauf einstellen - wie in jedem anderen Markt auch."

    Der Leiter des Chinageschäfts Lothar Herrmann ergänzt zur Lage an den Finanzmärkten: "Es findet derzeit eine Restrukturierung einiger Branchen statt. Das erzeugt natürlich Unsicherheit und Nervosität. Dies ist aus unserer Sicht normal und die Regierung hat Maßnahmen ergriffen, die wirken. Ich sehe keine Blase an den Finanzmärkten", so Herrmann. "Siemens ist zuletzt zweistellig gewachsen in China. Wir erwarten weiter ein solides Wachstum."

     

     

    Volkswagen

    Prognose von VW: In China wird das Wirtschaftswachstum 2015 auf hohem Niveau bleiben Quelle: dpa

    Umsatz: VW macht keine Angaben, laut Schätzungen sind es gut 70 Milliarden Euro, rund ein Drittel vom Umsatz
    Entwicklung: zweistelliges Wachstum
    Erwartung: abgeschwächtes Plus

     

    Für VW verkauft mit 3,7 Millionen Wagen 37 Prozent seiner Autos in China und baut fast genauso viel im Land. Damit stammt jedes fünfte im Land zugelassene Wagen von den Wolfsburgern. Dabei konnte der Konzern sein operatives Ergebnis seit 2007 verdreifachen auf 5,2 Milliarden Euro in 2014.

    Doch das macht den Konzern auch verwundbar. Denn in diesem Jahr lahmt das Geschäft. Und wegen der wachsenden Umweltverschmutzung gibt es immer öfter Zulassungsbeschränkungen in Großstädten. Von Januar bis Ende Mai verkaufte der Konzern 3,7 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Immerhin wuchs das Kreditgeschäft seit 2014. Inwischen verkauft VW 25 Prozent der Autos auf Pump.

    Ausland



    Doch Konzernchef Martin Winterkorn will weiter wachsen und 2019 fünf Millionen Autos verkaufen sowie 30.000 neue Jobs schaffen. „Trotz zunehmender Zulassungsbeschränkungen in Ballungsgebieten besteht insbesondere im Binnenland ein beträchtliches Potenzial, um zusätzliche Neukunden für automobilbezogene Finanzdienstleistungen zu gewinnen“, heißt es offiziell.

    Nachdem er die Zusammenarbeit mit Partner FAW um 25 Jahre verlängert hat, will der Konzern zusammen mit Joint-Venture-Partnern 22 Milliarden Euro investieren. Denn, so heißt es offiziell: „In China wird das Wirtschaftswachstum 2015 auf hohem Niveau bleiben... die Nachfrage wird sich weiter erhöhen, das Tempo jedoch nachlassen... Voraussichtlich wird sich dieses Wachstum verlangsamt fortsetzen und von den großen Metropolen an der Küste ins Landesinnere verlagern.“ 

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