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Chinesisches Fischerdorf Behörden wollen Protest niederschlagen

Die 20.000 Einwohner eines chinesischen Fischerdorfs haben sich gegen die örtlichen Funktionäre aufgelehnt und die Führung übernommen. Jetzt wollen die chinesische Behörden mit voller Härte gegen die Proteste vorgehen.

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Ein Dorfbewohner nahm dieses Bild mit seinem Mobiltelefon auf: Die Demonstranten protestieren vor allem wegen der Enteignung von Land in ihrer Region. Quelle: AFP

Peking Die chinesischen Behörden wollen mit aller Härte gegen Bauernproteste in einem südlichen Dorf der Provinz Guangdong vorgehen. Zugleich solle gegen örtliche Funktionäre wegen der Enteignung von Land ermittelt werden - diese sind eine Ursache der Proteste in dem Fischerdorf Wukan, erklärte der geschäftsführende Bürgermeister der Stadt Shanwei, Wu Zili, laut einer chinesischen Nachrichtenagentur.

Demonstranten haben das 20.000 Einwohner zählende Fischerdorf praktisch seit September übernommen, nachdem örtliche Funktionäre entweder vor ihnen die Flucht ergriffen, sich mit dem Geld aus Landverkäufen davonmachten oder entlassen wurden. Bei den Protesten wurden Fensterscheiben eingeworfen, es gab Zusammenstöße mit der Polizei. In den folgenden Monaten reichten die Dorfbewohner Petitionen ein und trafen sich mit ranghöheren Kommunalpolitikern.

Die jüngsten Unruhen begannen vor fünf Tagen, als die Polizei die nach Wukan führenden Straßen absperrte. Auch Lebensmittellieferungen werden nicht durchgelassen, berichteten Dorfbewohner telefonisch. Am Sonntag erlag ein Mann, der an den Protesten im September teilgenommen haben soll, in Polizeigewahrsam einem Herzinfarkt, berichteten amtliche Medien. Dorfbewohner vermuten, dass er in der Haft geschlagen wurde.

Angesichts der boomenden Wirtschaft steigen insbesondere im Süden Chinas die Landpreise. Streit um Bauland für Industrie- und Wohngebiete ist inzwischen eine der häufigsten Ursachen für Proteste in China.

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